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Pforzheim – Straffällig gewordene Jugendliche reinigen weiträumig den Bereich der Tank- und Rastanlage Enztal

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Teil der gesammelten Müllsäcke
Teil der gesammelten Müllsäcke

Niefern, Pforzheim (ots) – Am vergangenen Freitag fand eine größere Reinigungsaktion mit straffällig gewordenen Jugendlichen unter der Anleitung des Pforzheimer Haus des Jugendrechts in Niefern statt.

Gegen 13.30 Uhr versammelten sich unter Federführung von Polizeihauptkommissar Volker Weingardt vom Haus des Jugendrechts Pforzheim-Enzkreis und Erstem Staatsanwalt Dr. Bernhard Ebinger insgesamt 17 Jugendliche, die vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft gemeinnützige Arbeitsstunden als Auflage erhalten haben.

Da das Regierungspräsidium Karlsruhe beabsichtigt, im östlichen Bereich der Tank & Rastanlage Pforzheim, entlang der A8, einen Wildschutzzaun zu errichten, traf man sich mit dem Ziel, den Bereich von angesammelten Abfällen und Unrat zu befreien. Da teilweise unerträglicher Fäkaliengestank im Gebüsch neben dem Autobahnparkplatz wahrzunehmen war, wurde an die Jugendlichen Mundschutzmasken ausgegeben.

Die mehrstündige Aktion, welche bis gegen 20.00 Uhr andauerte, wurde neben vier Polizeibeamten auch von einem Kamerateam des SWR begleitet. Dieser berichtete noch am selben Abend über die stattliche Anzahl gesammelter Müllberge der Jugendlichen in der Sendung SWR Aktuell Baden-Württemberg. Der Müll wurde auf einer Strecke von 130 Meter Länge eingesammelt, anschließend in über 100 Müllsäcke verstaut und stolz den dankbaren Mitarbeitern der Autobahnmeisterei übergeben. Insbesondere das unwegsame Gelände, die heißen Temperaturen am Freitagnachmittag sowie die fordernde körperliche Arbeit dürften bei den meisten Jugendlichen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Durch solche bereits schon mehrfach durchgeführte Aktionen gibt man den straffällig gewordenen Jugendlichen die Möglichkeit, ihre durch die Staatsanwaltschaft oder das Jugendgericht auferlegten Arbeitsstunden gemeinnützig und sinnvoll abzuleisten. „Neben dem erzieherischen Effekt spart dies auch dem Land Baden-Württemberg bzw. dem Steuerzahler erhebliche Kosten ein. Außerdem kommt man so ganz direkt mit den Jugendlichen in Kontakt, kann sich deren Sorgen und Nöte anhören und so gegebenenfalls auch Hilfestellung und Perspektiven anbieten.“, so Volker Weingardt, der sich abschließend sehr zufrieden über die geleistete Teamarbeit zeigte.

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Frank Otruba, Pressestelle

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