Während die Zahl der Unfalltoten auf deutschen Straßen insgesamt zurückgegangen ist, ist die Zahl tödlich verunglückter Radfahrer konstant geblieben. Das berichtet das Statistische Bundesamt. | Foto: Wabitsch/dpa

Insgesamt weniger Verkehrstote

Zahl tödlich verunglückter Radfahrer bleibt konstant

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Trotz insgesamt weniger Verkehrstoten in Deutschland bleibt die Zahl tödlicher verunglückter Radfahrer konstant.

Im Straßenverkehr in Deutschland sind in den letzten Jahren immer weniger Menschen tödlich verunglückt. Das gilt jedoch nicht für Radfahrer, deren Zahl nahezu konstant geblieben ist. Das ergeben die Auswertungen des Statistischen Bundesamts.

Niedrigster Stand seit 60 Jahren

Um 13 Prozent ist die Zahl der auf den Straßen tödlich Verunglückten in Deutschland von 2010 bis 2017 gesunken und lag im vergangenen Jahr bei rund 3200 Menschen. Das ist laut der Behörde der niedrigste Stand seit 60 Jahren. Gleichzeitig blieb die Zahl getöteter Radfahrer nahezu gleich und lag in 2017 zuletzt bei 382. An einer Verbesserung der Sicherheit von Fahrradfahrern gelte es nun zu arbeiten, so Bernhard Veldhues vom Statistischen Bundesamt.

Schwere Unfälle mit schlimmen Folgen

Besonders schlimme Folgen ziehen Zusammenstöße mit Lkw nach sich. Bei etwa jedem dritten Unfall mit geschädigten Personen, an dem Lkw und Fahrrad beteiligt waren, handelte es sich um Abbiege-Unfälle. Nur jeder fünfte Fahrradfahrer trug bei einem solchen Unfall die Hauptschuld, so die Statistik. Abbiegeassistenten werden derzeit diskutiert, jüngst hat das Land Baden-Württemberg ein Förderprogramm für entsprechende Aufrüstungen von Lkw gestartet.

Unfälle mit Pedelecs mehr als verdoppelt

Sorge bereiten dem Präsidenten des Statistischen Bundesamt, Georg Thiel, die Unfallzahlen mit Pedelecs, also mit einem Hilfsmotor ausgestatteten Fahrrädern, deren Bestand massiv gestiegen sei. Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs habe sich von 2014 bis 2017 mehr als verdoppelt.