Niedergeschlagen: Karlsruhes Fabian Schleusener (l) und Jonas Föhrenbach reagieren konsterniert auf die Niederlage. | Foto: Robert Michael/dpa -

Aue war überlegen

Kreuzer zur KSC-Niederlage: „Wir haben die Tore zu einfach bekommen“

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In einem packenden Rückspiel der Relegation gegen Erzgebirge Aue hat Drittligist Karlsruher SC mit 1:3 den Kürzeren gezogen und damit den Aufstieg in die Zweite Liga verpasst. Die Sachsen hatten deutlich mehr Spielanteile und waren auch bei den Zweikämpfen klar überlegen. Zum Matchwinner avancierte Sören Bertram, der alle drei Tore für die Veilchen schoss. Für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der ersten Halbzeit zeichnete KSC-Stürmer Fabian Schleusener verantwortlich.

Fehler in der Hintermannschaft

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer sagte nach dem Spiel: „Wir haben die Gegentore zu einfach bekommen.“ Die Mannschaft habe keine körperlichen Probleme gehabt. Kreuzer sprach damit klar die individuellen Fehler in der Hintermannschaft an. So sah Daniel Gordon bei zwei der Auer Treffer nicht gut aus.

KSC-Trainer Schwartz: Druck war ein bisschen zu hoch

KSC-Trainer Alois Schwartz sagte: „Der Druck war für den ein oder anderen ein bisschen zu hoch. Das hat man vor allem bei den Toren gesehen. Das 1:0 haben wir hergeschenkt, dann machen wir das 1:1 und sind in der 2. Liga. Aber dann hat Bertram einen Sahnetag, Kompliment. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt, wir wollten daraus eine hervorragende machen, aber wir haben nicht auf den Rasen bekommen, was wir können. Nächstes Jahr sind wir ein bisschen reifer, um dann den nächsten Schritt zu machen.“

Bertram: Wir haben den Sieg verdient

Matchwinner Sören Bertram, dem ein Dreierpack gelang, zeigte sich einfach nur erleichtert. „In den letzten Wochen lastete ein enormer Druck auf uns“, sagte der 26-Jährige, der seit 2016 in Sachsen spielt. Aue sei in beiden Partien der Relegation die bessere Mannschaft gewesen und habe den Sieg verdient, so Bertram.

Aues Trainer Drews: Waren mutiger als in Karlsruhe

Aues Trainer Hannes Drews zeigte sich am Ende seiner Kräfte: „Der Sören hat sich für seine guten Leistungen der letzten Wochen belohnt“, erklärte der Coach, der sich ein T-Shirt mit der Aufschrift „Auftrag erfüllt – Klassenerhalt 2017/2018“ übergezogen hatte. Entscheidend für den Ausgang des Rückspiels sei gewesen, dass Aue viel mutiger als in Karlsruhe gespielt habe. „Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft“, so Drews.

Glückwünsche des KSC an Aue

Traurige Gesichter gab es dagegen im Fanblock der Karlsruher und im Wildparkstadion, wo etwa 3000 Anhänger die Begegnung auf einer Großbildleinwand verfolgt hatten. Der KSC zeigte sich als guter Verlierer und beglückwünschte den Gegner.

Ermunternde Worte gab es dennoch für den Verlierer. So zwitscherte Erstligist Hertha BSC

 

Hier der BNN-Live-Ticker zum Nachlesen: