Nicht verhandelbar sind für Cem Özdemir die Klimaziele der Grünen. Das betonte der Politiker im Gespräch mit Redakteuren der Badischen Neuesten Nachrichten. | Foto: jodo

Özdemir bei den BNN

Grünen-Spitzenkandidat sieht „Jamaika“ skeptisch

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Der Realo gibt Platz drei nicht auf

Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir sieht wenig Chancen für eine Jamaika-Koalition nach der Bundestagswahl. Eine Koalition seiner Partei mit CDU und FDP gebe es nicht „mit dem Kurs, auf den Christian Lindner die FDP gerade ausrichtet, rechts von der CDU. Ich habe es nicht mit extremen Positionen, das ist mir zuwider“, sagte Özdemir gestern bei seinem Besuch bei den Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe.

Mit mir wird es in Deutschland keine Donald-Trump-Politik geben

Zu skeptischen Äußerungen Christian Lindners hinsichtlich eines Bündnisses entgegnete der Bundesvorsitzende: „Die Skepsis beruht auf Gegenseitigkeit.“ Özdemir wirft der FDP, namentlich der Generalsekretärin Nicola Beer, darüber hinaus Populismus vor, weil diese das Auftreten von mehr Extremwetter als „Fake News“ bezeichnet hatte. „Mit mir wird es in Deutschland keine Donald-Trump-Politik geben“, sagte Özdemir. Der Klimaschutz sei eine Herausforderung.

Cem Özdemir in der Redaktionskonferenz der BNN. | Foto: jodo

Auch eine erneute Große Koalition gelte es zu vermeiden. Ein Bündnis mit der CDU hingegen kann sich Özdemir vorstellen. Die Grünen seien besser vorbereitet als bei den Sondierungsgesprächen mit der Union 2013. Die Gegebenheiten für eine schwarz-grüne Mehrheit sind indes schlecht: Seit Wochen stehen die Grünen in bundesweiten Umfragen bei acht Prozent.

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