Zu Gast in der badischen Heimat: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) würde nach der Bundestagswahl lieber mit einer kleinen Partei regieren, als erneut ein Bündnis mit der SPD einzugehen. | Foto: BNN

Zu Gast bei den BNN

Schäuble hält Große Koalition für eine Notlösung

Anzeige

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble würde nach der Bundestagswahl lieber mit einer kleinen Partei regieren, als erneut eine Große Koalition einzugehen. „Eine Große Koalition ist sicherlich nicht die beste Lösung“, erklärte der CDU-Politiker gestern bei einem Besuch der Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe. Das Bündnis zwischen Union und SPD sei mehr oder weniger eine Notlösung, wenn keine andere Regierungskoalition realisierbar ist. Zudem leide die parlamentarische Debatte im Bundestag darunter, dass eine Koalition mit Zwei-Drittel-Mehrheit regiere und die Opposition so klein sei, wie das in den vergangenen vier Jahren gewesen ist.

Schäuble sieht auch Chancen für Jamaika

Weiterhin warnte Schäuble vor einem Nebeneffekt der Große Koalition: „Es führt dazu, dass die politischen Ränder stärker werden“, betonte Schäuble, der seit 1972 im Bundestag sitzt und damit dienstältester Abgeordneter des Parlaments ist. Für eine mögliche Koalition mit den Grünen sieht der in Offenburg lebende Schäuble durchaus Chancen, denkbar wäre theroetisch auch eine sogenannte Jamaika-Koalition mit Grünen und FDP. Das Dreierbündnis hält Schäuble, der am kommenden Montag 75 Jahre alt wird, aber für „schwieriger“.

Politik fasziniert micht immer noch. Und sie wird es auch noch tun, wenn ich kein Poltiker mehr bin.

Wolfgang Schäuble zu seiner Rolle in der Politik auch mit 75 Jahren

 

Mehr zum Besuch Schäubles lesen Sie in der BNN-Dienstagsausgabe (12.09.2017)