Wolfgang Bosbach stand den BNN Rede und Antwort. | Foto: Hora

Bosbach im BNN-Gespräch

„Schwarz-Gelb wäre das beste Bündnis“

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Kaum ein Wahlkämpfer, ganz gleich aus welcher Partei, lässt sich so kurz vor der Bundestagswahl auf politische Farbenspiele ein. Ganz anders Wolfgang Bosbach, der jetzt in der Redaktionskonferenz bei den Badischen Neuesten Nachrichten zu Gast war. Ganz offen gibt der CDU-Politiker zu, dass er Schwarz-Gelb für das beste Bündnis hielte. „Hier gibt es die größten Schnittmengen.“ Was er sich auf jeden Fall nicht wünsche, das ist Jamaika, also eine Koalition aus Union, Liberalen und Grünen. „Dann kommt es zu permanenten Rangeleien zwischen der FDP und den Grünen, weil beide um die gleiche Wählerklientel buhlen.“

Zu Gast bei den BNN: Wolfgang Bosbach mit Verleger und Chefredakteur Klaus Michael Baur | Foto: Hora

Große Skepsis gegenüber Schwarz-Grün

Besonders skeptisch sieht Bosbach Schwarz-Grün: „Hier sind die Unterschiede nicht nur marginal, sondern fundamental. Es sei denn, die Union wirft noch mehr über Bord, was für sie wichtig ist. Und genau das werden die Grünen von der Union verlangen.“ In seiner gewohnt eloquenten Art erinnert der CDU-Bundestagsabgeordnete und beliebte Talkshow-Gast daran, dass aus Schwarz-Grün schon 2013 nichts wurde, obwohl die Kanzlerin dieser Allianz nicht abgeneigt gewesen sei; und in Baden-Württemberg sei Schwarz-Grün ja auch nicht auf dem Wunschzettel gestanden, sondern eine Notlösung gewesen.