Holger Keller streift sich das BeNNi-Kostüm über. Für #holgerschafft schlüpft er am Fest-Samstag in die Haut des Chefreporters. | Foto: Hora

#holgerschafft als BeNNi

Beflügelt und getragen

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Sind diese Schuhe eine Nummer zu groß für mich? Nach etwa einer Stunde, die ich bereits für die Videoserie #holgerschafft im Kostüm von BeNNi, dem Chefreporter stecke, bin ich körperlich fertig. Ich lasse mich mit den Greifenschwingen und jeder Menge flauschigem Fell auf einem Stuhl hinter der Kulturbühne vom „Fest“ nieder. Ungefragt wird mir Wasser gereicht, nachdem ich den großen Kopf neben mir abgelegt habe. Der Einsatz hat offenbar sichtbare Spuren hinterlassen. Ich nehme dankend an, spüle einen großen Schluck hinunter und atme erst mal durch.

„Elegant geht anders“

Doch zurück an den Anfang, in das Zelt der BNN. Zur Mittagsstunde bereite ich mich auf den Einsatz vor, streife das plüschige, braune Beinkleid über, schlüpfe in die riesigen Pantoffeln, pardon, Pratzen. Anspruchsvoll ist der Torso, ich biege und beuge mich, um in diese zweite Haut zu schlüpfen, führe einen kleinen Kampf mit Nähten und Textil. Elegant geht anders. Und es ist jetzt schon anstrengend.

 

Kinder staunen, Kinder lächeln

Mit Hilfe der Kollegen gelingt es dann aber doch. Nachdem der Kopf sitzt, orientiere ich mich unter dem Greifenhaupt. Die Sicht aus dem Schnabel, durch den mein Blick geht, ist eingeschränkt, und mit Schwingen sowie dem Löwenschwanz sollte man einen Blick hinter sich werfen, bevor man sich wendet. Denn BeNNi ist umlagert von kleinen Fans: Sobald der Chefreporter das Zelt verlässt, wird er mit großen Kinderaugen angesehen. Anfängliche Skepsis weicht Neugier, die staunenden Münder wachsen zu einem breiten Lachen. „Mami, was ist das? Darf ich den streicheln?“, „Das ist BeNNi! Schau, er winkt!“

Niemand hupt den Greif von der Straße

Auf dem Weg zum Kinderbereich der Mobis lasse ich mich immer wieder fotografieren, drücke die staunenden Kinder. Und manchmal fragen auch Erwachsene nach einem Selfie mit dem BNN-Maskottchen. Den Schmusegreif muss man einfach mögen.
Da vergesse ich auch hin und wieder, nach Autos Ausschau zu halten, die auf dem Weg unterwegs sind. Aber wer hupt schon einen Greif von der Straße? Genau. Niemand.
Vor der Kulturbühne lege ich eine kleine Tanznummer ein. Und obwohl es an diesem Samstag noch gemäßigte Temperaturen hat, rinnt der Schweiß unter der Maske. Es ist heiß im Kostüm. Dabei ist es leicht, sich von der Begeisterung der vielen Kinder anstecken zu lassen. Knuddeln, streicheln, winken: das berührt. Letztlich muss ich dann eine Pause einlegen, Energie sammeln und viel trinken, der Kopf ist hochrot, meine Augen brennen vom ausgeschwitzten Salz. Das ist bisher der härteste Einsatz für #holgerschafft – in die Haut des Chefreporters zu schlüpfen.

Voller Einsatz bei „Gitarrero“

Aber es geht weiter. Noch zwei mal drehe ich Runden vor der Kulturbühne, habe fröhliche Kinder um mich herum, lege Pausen ein, weil es nicht anders geht. Wieder geht es zurück zum BNN-Zelt, zum Gewinnspiel „Gitarrero“. Ich verausgabe mich mit Luftgitarrenposen und bin völlig am Ende, als ich das Kostüm wieder ablege. Ein schöner, anstrengender Einsatz. Es sind große Schuhe, aber man wächst in sie hinein.