Hoch in die Luft wagen sich Marie und Minou am Vertikaltuch.
Hoch in die Luft wagen sich Marie und Minou am Vertikaltuch. | Foto: Christian Bodamer

Kritik: Vivarium Artistikum

Hula Hoop und Tuch: „Fest“ der Akrobatik

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Jede Menge Glitzer und noch mehr Requisiten: Vivarium Artistikum füllt den letzten Abend auf der Kulturbühne mit allem, was das Repertoire an Artisitik und Kleinkunst zu bieten hat. 14 Nummern aus ganz Deutschland sind eigens dafür angereist – mit Diabolo, Hula Hoop und Feuer. Dafür ernten sie respektvollen Applaus, selbst wenn mal etwas schief geht, und begeisterte Rufe bei gewagten Ideen.

Ein geschicktes Händchen beweist Inga mit ihre Hula Hoops.
Ein geschicktes Händchen beweist Inga mit ihren Hula Hoops. | Foto: Christian Bodamer

Vivarium Artisticum ist üblicherweise der Höhepunkt des vom Pyramidalen Kleinkunst-Verein veranstalteten Artistikfestival im Karlsruher Tollhaus. Anlässlich des 20. Geburtstags des Vereins zeigen die Künstler am Sonntagabend eine Spezialausgabe auf der „Fest“-Kulturbühne. Luft- und Bodenakrobatik, Jonglage aber auch Comedy reihen sich Nummer an Nummer. Dazwischen entlockt der Moderator dem Publikum mit seinen Anekdoten und Sprüchen aus der Kategorie „Unnützes Wissen“ ein Lachen.

Am Vertikaltuch beweisen Marie und Minou aus Heidelberg nicht nur großes Vertrauen ineinander. Die beiden jungen Frauen meistern gekonnt das Wechselspiel zwischen großem Kraftaufwand und entspannter Beweglichkeit. Bis zu fünf Hula Hoops lässt Inga aus Koblenz tanzen und wirkt dabei wie eine Puppe. Hoch hinaus geht es für die Diabolos von Kevin aus Stuttgart: Dabei verwickelt er sich zum Teil selbst in die Schnur und löst sich geschickt wieder aus den eigenen Fängen. Der Abend spiegelt die Breite der künstlerischen Möglichkeiten wieder.