Klaus und Angelika Lenz trifft man auf der Heimattage-Meile in historischer Kluft. | Foto: Karin Stenftenagel

Schauen, kaufen, sprechen

Viel zu sehen auf der Heimattage-Meile

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Zwischen Riesenrädern, SWR-Bühne und der Karlsruher Innenstadt sind am Eröffnungswochenende der Heimattage Baden-Württemberg die zahlreichen Stände entlang der Gehwege auf dem Schlossvorplatz Ort der Begegnung. Auf der „Meile“ zeigt sich, wer irgendwie mit Karlsruhe, Baden-Württemberg und dem Thema Heimat in Verbindung steht. Das sind Karlsruher Kulturinstitutionen wie das Badische Staatstheater ebenso wie verschiedene Tourismus-Verbände aus der Region und aus ganz Baden-Württemberg. Dazwischen sorgen klassische Würstchenbuden und Foodtrucks mit „Maultäschle“ oder Spezialitäten aus Sri Lanka für das leibliche Wohl.

Prospekte für den nächsten Ausflug ins Ländle

Ein wenig Shopping auch auf der kleinen Kunsthandwerkermeile möglich. Dort gibt es Schmuck mit Leder, Keramik oder Karlsruher Kunst zu sehen. „Der Verkauf läuft eher schleppend“, meint Tom Boller. Er hat eine Ladengalerie am Werderplatz und verkauft bei den Heimattagen seine „Uhrnikate“ und Zeichnungen von „Karlsruhes Lieblingsbaustellen“. Bei dem Regenwetter trauten sich eben nur wenige Leute nach draußen, meint er achselzuckend.

Verschiedene Städte aus der Region zeigen mit bunten Prospekten, was sie so zu bieten haben. Da sind etwa die Goldstadt Pforzheim und die Spargelstadt Bruchsal vertreten, aber auch die touristischen Regionen Kraichgau, der Bodensee oder das Elsass. Schwetzingen, auch eine Spargelstadt, hat sogar seine amtierende Spargelkönigin Janina I. dabei. Und Angebote zum Thema Fahrrad.

Bad Mergentheim hat im vergangenen Jahr schon die Heimattage ausgerichtet. „Hier in Karlsruhe ist alles natürlich viel größer“, meint Theresa Rudolph. Die 19-Jährige studiert jetzt in Karlsruhe. „Wir bekommen hier am Stand auch immer noch viel positives Feedback zu unseren eigenenen Heimattagen. Es gibt wirklich Leute, die jedes Jahr hinfahren, egal, wo die Veranstaltungen stattfinden.“

Traditionelles aus der Heimat

Traditionelles gibt es selbstverständlich auch auf der „Meile“: Zum Beispiel „Bibbelesgeschirr“ aus Zelle und selbst gebackenes Holzofenbrot mit Butter und Wildkräutern am Stand des Freilichtmuseums Vogtsbauernhof. „Historischen“ Persönlichkeiten kann man auch begegnen und sich zum Beispiel die Badische Revolution noch einmal erklären lassen. Zum Beispiel von Angelika und Klaus Lenz von der Historischen Bürgerwehr Karlsruhe. Die Kostüme werden aufwendig von spezialisierten Schneidern hergestellt, nur einzelne Teile macht Lenz selbst.  „Geschichte fasziniert mich sehr“, sagt Angelika Lenz. „Und Informationen dazu gibt es in Karlsruhe genung. Das Stadtarchiv ist voll davon.“