Christian Lölkes, wissenschaftlicher Berater des ZKM, kümmert sich gemeinsam mit seinen Kollegen um die Ausstellung "Open Codes".
Christian Lölkes, wissenschaftlicher Berater des ZKM, kümmert sich gemeinsam mit seinen Kollegen um die Ausstellung "Open Codes". | Foto: Rake Hora

IT-Experten bei „Open Codes“

Niemand lebt mehr in einer analogen Welt

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Die Digitalisierung bestimmt längst das tägliche Leben. Egal ob am Geldautomaten, an der Supermarktkasse oder beim Telefonieren. Doch kaum jemand versteht die komplexen technischen Prozesse, die im Hintergrund ablaufen. Einblick in diese sonst verborgenen digitalen Welten liefert die Ausstellung „Open Codes“.

Medienausstellungen sind sehr aufwendig

„Das Spannende ist, dass die Technik in der Ausstellung nicht nur als einfaches Transportmedium, sondern auch als Quelle der künstlerischen Kreativität verwendet wird“, sagt Christian Lölkes, wissenschaftlicher Berater des Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe. Rund ein Jahr hat es gedauert, ehe er und seine Kollegen die Ausstellung fertiggestellt hatten. Die erste Idee reifte im November 2016. „Am Anfang gab es nur eine Seite Papier mit Text und einem Titel.“

Viele Vorschläge, die von den Technikern gemeinsam mit den Künstlern entwickelt wurden, mussten verworfen werden. „Wir mussten einige Dinge umgestalten, damit die Inhalte massentauglicher wurden“, berichtet Lölkes. Eine Medienausstellung sei grundsätzlich sehr aufwendig.

Am Anfang gab es nur eine Seite Papier mit Text und einem Titel.

Ohnehin sei darauf geachtet worden, dass die „Open Codes“ für alle Zielgruppen geeignet ist. „Niemand kann mehr in einer analogen Welt leben. Daher ist es wichtig, dass man als Verbraucher Bescheid weiß.“ Lölkes rät jedoch dazu, vor dem Besuch der Ausstellung die Angst vor der digitalen Zukunft abzulegen. Man müsse sich auf das Thema einlassen. „Der Vorteil ist, dass man sich hier im ZKM in Ruhe mit der Digitalisierung befassen kann, ohne dass man überrumpelt wird.“

Kostenloses WLAN in der Ausstellung

Ein wichtiger Baustein im Ausstellungskonzept sei auch die Integration von kostenlosem WLAN in Zusammenarbeit mit dem Community-Projekt „Freifunk“. Auch wenn die Entscheidung zu diesem Schritt erst kurz vor dem Beginn der Ausstellung gefallen ist. „Die besten Ideen kommen zum Schluss“, sagt Lölkes. Man wolle der Digitalen Gemeinschaft in der Stadt einen Anreiz bieten, um die Ausstellung zu besuchen oder in den Räumlichkeiten zu arbeiten.

Kleinere Reparaturen sind immer mal wieder notwendig

Bei bisher rund 60.000 Besuchern bleibe es jedoch auch nicht aus, dass das ein oder andere Exponat mal repariert werden müsse. Auch dann sind Christian Lölkes und seine Kollegen zur Stelle. „Wir investieren viel Zeit, damit es bei den Besuchern zu keinem Frustmoment kommt“, sagt der Elektrotechniker. „Es kommt dennoch mal vor, dass Bildschirme ausfallen oder Batterien leer sind. Es sind aber meistens nur solche kleineren Probleme.“

Die Ausstellung sei letztlich für Jung und Alt gleichermaßen geeignet. Schließlich sei auch die digitale Welt sehr vielfältig, in die man nun im ZKM eintauchen kann.