Das neue CyberLab bietet Raum für bis zu 70 Arbeitsplätze, die nächste Erweiterung ist schon angedacht. | Foto: CyberForum

Das erweiterte CyberLab

Vom Pilotprojekt bis zur Startrampe

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Arbeiten am eigenen Start-up, in stylischer Umgebung, mit bester Infrastruktur, betreut von erfahrenen Unternehmern und Coaches – und das, ohne Anteile am Unternehmen abzugeben? Klingt gut und gibt es so im Karlsruher CyberLab. Um als Start-up an diesem besonderen Ort unterzukommen, müssen die Jungunternehmer natürlich ein paar Voraussetzungen mitbringen: „Es muss ein motiviertes Team sein mit einem skalierbaren Geschäftsmodell aus der IT- und Hightech-Branche,“ so Daniel Karszt, Projektleiter des CyberLab. Seit 2013 gibt es den sogenannten Start-up-Accelerator nun, damals noch als Pilotprojekt mit Raum für 16 Arbeitsplätze. Seit Beginn wurden dort zahlreiche Jungfirmen unterstützt, beispielsweise das Mobile Gaming-Unternehmen Fluffy Fairy Games, das mittlerweile weltweit acht Millionen Menschen zum Spielen auf ihren Smartphones anregt.

Neuer Raum für 70 Arbeitsplätze

Bald können Karszt und Kollegen noch mehr Gründer in den Räumen der Hoepfner-Burg begrüßen; dort stehen dann rund 70 Arbeitsplätze zur Verfügung. Das „neue“ CyberLab soll jährlich etwa 15 Teams die Möglichkeit geben, ihr Start-up weiter auf Wachstumskurs zu bringen. „Wir sehen die Erweiterung als einen echten Mehrwert an“, betont Karszt. „Jedes Start-up im CyberLab erhält Unterstützung vom gesamten Team des CyberForum und hat zudem mindestens einen erfahrenen Unternehmer an seiner Seite.“ Und diese Experten wissen, von was sie sprechen, denn sie haben selbst schon gegründet – zum Teil auch mehrmals.
Bei monatlichen Treffen mit den Mentoren werden aktuelle Entwicklungen diskutiert und Zielsetzungen für die Zukunft formuliert. „Es ist ein wenig vergleichbar mit einem Aufsichtsrat in einem etablierten Unternehmen – nur eben in Start-up-Geschwindigkeit“, erläutert der Projektleiter. Die Nachfrage für das Angebot ist groß, aber ohne Prüfung kommt kein Team in das CyberLab. „Schon im Vorfeld versuchen wir, die Bewerbungen ein wenig zu steuern.

Neben einer standesgemäßen Infrastruktur, darunter auch Gigabit-Anschluss, steht auch genügend Raum für informelle Gespräche zur Verfügung. | Foto: CyberForum

Eine Jury entscheidet über den Einzug

Auf Gründer-Veranstaltungen können wir bereits die Teams identifizieren, die potenziell für das CyberLab interessant sind“, erklärt Karszt. Was folgt, ist die formelle Bewerbung und eine anschließende Präsentation vor einer Jury. „Jurytermine haben wir monatlich, zu denen wir dann in der Regel zwei Teams einladen. Dann kann es auch schon sehr schnell gehen“, erzählt Daniel Karszt. „Die Bewerber bekommen gleich mitgeteilt, ob sie dabei sind oder nicht.“ Die Teams bleiben dann sechs bis zwölf Monate im CyberLab. „Es soll klar sein, dass die Zeit im Lab begrenzt ist. Damit wollen wir der Gefahr vorbeugen, dass Gründer durch eine vermeintlich bequeme Situation langsamer werden. Die Ambitionen müssen aufgrund der Unterstützung natürlich größer und nicht kleiner werden“, betont er.

Gigabit-Internet für die Gründer

Nicht nur die Start-ups lernen aus der Zeit im CyberLab, auch umgekehrt: In die Gestaltung und den Ausbau der neuen Räumlichkeiten fließen bisherige Erfahrungen mit ein; so werden etwa Kommunikation und Dynamik stärker gefördert. „Speziell am Anfang können die verschiedenen Startup-Teams sehr stark voneinander profitieren“, erklärt Karszt.
„Alle stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Entsprechend viel gibt zu diskutieren und zu besprechen.“ Um das zu unterstützen, teilen sich die Gründer großflächige Büro- und Gemeinschaftsräume. Damit jedoch eine angenehme Arbeitsatmosphäre gewahrt bleibt, wurden auch Rückzugsorte in der Planung berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es Gigabit-Internet, gerade für datenintensive Anwendungen in der Cloud ist das heute nötig.
Die nächste Erweiterung ist auch schon angedacht: Es soll mehr räumliche Nähe zu Investoren und Firmen geschaffen werden. Die sollen dann ebenfalls Büros im Gebäude erhalten. „So können Entscheidungen zwischen Partnern noch schneller getroffen werden.
Und es eröffnen sich auch neue Räume für zwanglose, informelle Gespräche, beispielsweise in der Kaffeeküche. Diese werden in ihrer Bedeutung häufig weit unterschätzt.“

Engagement vieler Partner

Gerade das persönliche Engagement vieler Mentoren, Förderer und Unternehmer zeigt, dass das Konzept überzeugt. „Zahlreiche ehrenamtliche Unternehmer, darunter die Vorzeigeunternehmer Dr. Friedrich Georg Hoepfner, Sigmund Kiener und Wolfgang Grenke bringen sich seit Jahren persönlich sowie durch Spenden für die Weiterentwicklung des CyberLab ein“, erzählt Karszt. „Das motiviert uns als Projektmitarbeiter genauso wie die CyberLab Teams zusätzlich.“

www.cyberlab-karlsruhe.de