DIE BERGE als Rückzugsort. | Foto: dpa

Comenius Realschule, Karlsruhe

2042: Der Beginn einer neuen Zukunft

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Selina M. Weber, 8b | Merkur Akademie (Comenius Realschule), Karlsruhe

 

Ich dachte es würde nicht so schnell kommen. Der Meeresspiegel steigt ständig an, immer mehr Land verschwindet. Meine Heimat ist bereits überflutet, Haus und Grund gibt es nicht mehr, viele Länder auch nicht mehr. Die Menschen müssen fortgehen und sich eine neue Heimat suchen. Eine Völkerwanderung setzt ein. Nur wenige werden verschont. Die Regierung ruft den Notstand aus und es herrscht Panik, aber für die Flüchtlinge gibt es kaum Hilfe. So hatte ich mir meine Zukunft nicht vorgestellt, aber aufgeben kam für mich nicht in Frage.

Ein Landhaus im Tessin

Mein Mann und meine zwei Kinder sitzen bereits auf gepackten Koffern. Wir haben in der Schweizer Bergwelt, im Tessin, ein kleines Landhaus gekauft. Hier werden wir unser neues Zuhause schaffen. Werden Tiere halten, und einen schönen Gemüsegarten anlegen. Mein Mann wird sicher in der nächsten Stadt Arbeit finden und ich werde Kinder und Haushalt übernehmen. Ich möchte gerne von Zuhause arbeiten und meinen Kindern eine sichere Zukunft geben, würde gerne einen kleinen Kindergarten für kleine und behinderte Kinder führen. Ich möchte den Kindern die Natur näherbringen. Und ich möchte  einen kleinen Hofladen betreiben, mit selbst gebackenem Brot und selbst gemachten Käse, aber auch kleine Kleidungsstücke für Kinder zu nähen, wäre nicht schlecht. Unsere Energie gewinnen wir durch die Solarzellen auf dem Dach. Es soll eine Lebensform unabhängig von dem Konsumstreben unserer Gesellschaft sein.

Selina M. Weber | Foto: Merkur Akademie

„Man muss selbst die Inititiative übernehmen“

Meine Lieblingstätigkeit wäre es, mit meiner Familie abends auf der Terrasse zu sitzen und den Sonnenuntergang zu genießen. Es wäre auch schön, wenn meine ganze Familie bei uns wäre, damit die Kinder ihre Oma und ihren Opa jeden Tag sehen könnten. Ich könnte mir auch vorstellen, für Krebskranke Leute bessere Medikamente zu erfinden. Wir setzten uns auch für den Umweltschutz ein, man kann nicht nur zu schauen, man muss auch selber die Initiative ergreifen. Ich schätze die Natur sehr und ich erfreue mich immer, wenn ich in meinem Garten neue Blumen und neues Gemüse sehe. Ich bin auch dankbar dass ich diesen neuen Lebensweg gehen darf. Auch wenn es noch so klein ist, bin ich stolz darauf,  was ich mit meiner Familie geschaffen habe. Trotzdem wird noch viel Arbeit vor uns liegen, jedoch geben mein Mann und meine Kinder mir viel Kraft zum Weitermachen. Ich stelle mir sogar vor ein Buch darüber zu schreiben. Jeder hat nämlich seine eigene Zukunft in der Hand.

So stelle ich mir die Zukunft vor, wenn nichts gegen den Klimawandel gemacht wird. Hoffentlich findet sich eine Lösung, um den Klimawandel zu stoppen und eine bessere Welt zu schaffen.