40 Mumien entdeckt
TOLLER FUND: In einer Grabkammer in Ägypten sind jetzt 40 gut erhaltene Mumien entdeckt worden. Es waren keine Pharaonen. | Foto: dpa

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40 Mumien entdeckt

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Forscher haben in Kairo eine Grabkammer mit 40 Mumien entdeckt. In dieser Gegend werden zwar immer mal wieder spektakuläre Entdeckungen gemacht, die viele Tausend Jahre alt sind, dieser Fund jedoch ist sensationell. Es handelt sich nicht um ein Pharaonen, also einen König, sondern um ganz normale Leute. Die Mumien sind mehr als 2 000 Jahre alt und erstaunlich gut erhalten. Das Mumifizieren war im alten Ägypten ein Verfahren, das den menschlichen Körper vor dem Verfall schützen sollte. Es sollte die Menschen unsterblich machen. Indem der Körper unversehrt blieb, glaubten sie, könnte man ihn nach dem Tod wiederbeleben. Eigentlich wurden zunächst nur Könige mumifiziert, erst später auch ganz normale Ägypter. Die Königsmumien waren meist reich verziert und kostbar bemalt.

Für die Ewigkeit

Die Mumifizierung war sehr aufwendig und geschah in vielen Schritten, die sich über Wochen und Monate hinzogen. Zunächst wurden die Toten gereinigt und bis auf das Herz alle Organe entnommen. Anschließend wurde der ganze Körper mit Öl eingerieben, damit er glänzt und nicht vertrocknet. Dann kam üblicherweise das Einwickeln mit Leinenstoffen. Die wurden oft bemalt oder verziert. Bei reichen Ägyptern und Königen wurden manchmal Edelsteine in den Stoff miteingewickelt. Auch Tiere wurden mumifiziert, zum Beispiel Katzen, Hunde, Krokodile und sogar kleine Spitzmäuse. Tatsächlich ist es erstaunlich, wie gut erhalten viele Mumien nach Tausenden von Jahren noch sind.