Abgeschnitten vom Rest
DIE STRASSE IST WEG: Das Dorf Beroulf in den französischen Alpen ist seit Frühjahr per Fahrstraße nicht mehr zu erreichen. | Foto: AFP

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Abgeschnitten vom Rest

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Wenn sie das Wort Luftbrücke hören, denken viele Ältere an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Sieger Amerika, Großbritannien und Frankreich stritten sich mit der Sowjetunion darüber, was mit Deutschland geschehen sollte. Die Stadt Berlin lag damals in der sowjetischen Zone und alles, was die Menschen dort brauchten wurde mit Zügen oder Lastwagen zu ihnen gebracht. Es wurde also durch das Gebiet gefahren, das unter sowjetischer Verwaltung stand. Als der Streit heftiger wurde, blockierte die Sowjetunion alle Wege nach Berlin. Die Bewohner konnten nicht mehr versorgt werden. Da ließen sich die Amerikaner etwas einfallen: Sie versorgten die Berliner über die Luft.

Autos wurden ausgeflogen

Lebensmittel und vieles mehr kamen mit Flugzeugen. Genauso wird auch gerade ein Dorf in den französischen Alpen versorgt. Weil ein Bergsturz die einzige Zufahrtsstraße verschüttet hat, kann seit Monaten niemand mehr in das Dorf Beroulf fahren. Die Bewohner kommen nur zu Fuß über einen langen Wanderweg hinein oder hinaus. Da die neue Straße erst im Frühjahr fertig wird, haben sich die Menschen etwas ausgedacht. Sie haben zusammengelegt und eine Luftbrücke organisiert. Mit Hubschraubern wird ihnen alles, was man nicht tragen kann, ins Dorf gebracht. Ihre Autos wiederum haben sie ausfliegen lassen. Diese stehen 20 Minuten entfernt auf einem Parkplatz. So können sie wenigstens zu ihrer Arbeit fahren und kleine Einkäufe machen. Den Winter fürchten jetzt alle, denn Heizöl kann ihnen auch der Hubschrauber nicht bringen.