Achtung: Krawatten-Alarm!
KRAWATTENTRÄGER MÜSSEN AUFPASSEN: Heute an Weiberfasching werden ihnen die Binder abgeschnitten. | Foto: © Racle Fotodesign / Adobe Stock

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Achtung: Krawatten-Alarm!

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Im Fernsehen sind zwar schon die ersten Fastnachtssendungen zu sehen, doch für die meisten Narren geht der Fasching heute erst richtig los. Es ist Schmutziger Donnerstag auch Weiberfasching genannt. Die Karnevalsbegeisterten feiern verkleidet in den Kneipen und auf den Straßen. Der Name „Schmutziger Donnerstag“ kommt von den Alemannen, einer Bevölkerungsgruppe, die in der Antike und im frühen Mittelalter gelebt hat. Diese bezeichneten den Donnerstag vor Aschermittwoch als „schmotzig“, was so viel wie „fett“ heißt. An diesem Tag aßen sie besonders viele fettige Sachen. So legten sie sich für die kommende Fastenzeit, in der sie ja kaum etwas essen durften, die nötigen Fettreserven an.

Hartes Leben

Dass sie das an einem Donnerstag taten, lag daran, dass an diesem Wochentag früher immer Brot gebacken und Tiere geschlachtet wurden. Der Schmutzige Donnerstag heißt auch „Weiberfastnacht“ und es ist Tradition, dass Frauen den Männern Krawatten abschneiden. So zeigen sie, wer das Sagen hat. Hintergrund: 1824 hatten viele Frauen in Beuel, einem Dorf in der Nähe von Bonn ein hartes Leben. Sie mussten schwer arbeiten und lebten in Armut. Außerdem wuschen und bügelten sie für reiche Familien die Wäsche, die dann von ihren Männern zurückgebracht wurde. Während die Frauen zu Hause schufteten, feierten die Männer auf einer solchen Fahrt den Straßenkarneval in Köln. Das wollten die Frauen so nicht mehr hinnehmen. Als im Jahr darauf die Männer am Schmutzigen Donnerstag wieder die Wäsche ausfuhren, legten sie die Arbeit nieder und feierten ebenfalls.