Alle reden über die Wehrpflicht
SOLL ES WIEDER PFLICHT SEIN ZUR BUNDESWEHR ZU GEHEN? Darüber diskutiert die Politik gerade. | Foto: dpa

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Alle reden über die Wehrpflicht

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In vielen Ländern gibt es eine Armee, seit 1955 auch in Deutschland: Hier heißt sie Bundeswehr. Zurzeit sind fast 180 000 Soldatinnen und Soldaten in dieser Armee. Ihre Aufgabe ist es unter anderem, Deutschland und verbündete Länder zu schützen und bei einem Angriff zu verteidigen. Bis 2010 gab es in Deutschland eine Wehrpflicht. Das heißt Männer, die mindestens 18 Jahre alt sind und die Schule beendet haben, mussten mehrere Monate zur Bundeswehr. Wollten sie das nicht, konnten sie auch den sogenannten Zivildienst machen. „Zivis“ arbeiteten zum Beispiel in Altenheimen oder Krankenhäusern. Sie waren dort oft eine sehr wichtige Hilfe, weil immer weniger Menschen in diesen Berufen arbeiten wollten.

Allgemeine Dienstpflicht

Dann haben Politiker beschlossen, dass es ab Juli 2011 erst einmal keine Wehrpflicht mehr geben wird, sondern nur einen freiwilligen Wehrdienst. Damit sollte unter anderem Geld gespart werden, denn die Armee kostet jede Menge. Außerdem gab es damals zu viele Soldaten. Weil die Wehrpflicht wegfiel, musste aber auch niemand mehr Zivildienst machen. Und das hatte Folgen: Altenheimen und anderen Pflegeberufen fehlten die Helfer. Jetzt diskutieren Politiker, ob wieder die Wehrpflicht oder eine allgemeine Dienstpflicht eingeführt werden soll. Letzteres ist eine Arbeit, die entweder in der Bundeswehr oder in einem sozialen Amt, also Altenheimen oder Feuerwehr oder Technischem Hilfsdienst, geleistet werden müsste. Der Vorteil: Es würden wieder mehr Menschen Verantwortung für andere übernehmen und das finden viele Politiker sehr gut und wichtig.