Altes Wrack taucht wieder auf
ÜBERRASCHUNG: Etwa 250 Jahre lang lag das Schiffswrack unter dem Strand, jetzt wurde es von Sturm und Wellen freigelegt. | Foto: dpa

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Altes Wrack taucht wieder auf

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Stellt euch vor, ihr geht am Strand spazieren und vor euch taucht plötzlich ein Schiffswrack auf, das noch keiner vorher entdeckt hat. Ganz ähnlich war es kürzlich auf der Insel Rügen. Dort stießen Spaziergänger auf den Rumpf eines Handelsschiffes aus dem 18. Jahrhundert, das der Sturm freigelegt hat. Wellen und Wind hatten riesige Mengen Sand vom Strand mitgerissen. Vor der Ostsee-Insel Rügen verliefen schon immer stark befahrene Handelsrouten. Schiffe aus der ganzen Welt waren hier unterwegs, um Waren von einem Land ins andere zu bringen. Man vermutet, dass vor der Küste über 200 Schiffswracks liegen. Was mit dem Wrackfund jetzt passiert, ist nicht klar. Beim nächsten Sturm könnte es von den Fluten wieder überspült werden. Täglich kommen viele Menschen, um das hölzerne Teil zu bestaunen.

Schätze auf dem Meeresboden

Schiffswracks gibt es auf dem Meeresboden mehr als genug. Allein in der Ostsee vermutet man mehr als 3 000. Rund drei Millionen Wracks sollen es auf der ganzen Welt sein. Das bisher älteste Schiffswrack wurde 2018 aus dem Schwarzen Meer geborgen. Es ist rund 2 400 Jahre alt und ist sehr gut erhalten. Die Tatsache, dass in 2 000 Metern Tiefe kein Sauerstoff mehr ist, sei der Grund für den guten Zustand, sagen die Forscher. Jetzt wird das Schiff genau untersucht. Bei den Forschungen mit ferngesteuerten Tiefseekameras entdeckten die Wissenschaflter weitere Wracks, darunter weitere Schiffe aus der Römerzeit. In vielen Schiffen, die auf dem Meeresboden liegen, vermutet man wertvolle Schätze.