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AUF DEM BODEN LIEGEN zu dürfen und das selbst in der Schule – einige Lehrer erlauben das. | Foto: © WavebreakmediaMicro / Adobe Stock

Nachrichten für Kinder

Anders lernen

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Es gibt eine Grundschule in München, in der liegen die Schüler kreuz und quer auf dem Boden. Sie lesen, lernen, sehen in ihre Bücher oder zeichnen. Manche haben es sich auf einem Sitzsack gemütlich gemacht, andere auf einem Sofa. Und das nicht, weil sie freche Schüler sind. Sie verhalten sich so, weil das an der „Grundschule am Bauhausplatz“ ausdrücklich erwünscht ist. Aufstehen, herumlaufen, auf dem Rücken liegen und die Beine hochstrecken: alles erlaubt. Zumindest auf dem Marktplatz – so heißt der Bereich, in dem Kinder auch mal auf ganz andere Weise lernen dürfen. Bildungsexperten machen sich seit langem immer wieder Gedanken darüber, ob es überhaupt gut ist, dass Schüler auf Stühlen sitzen, während ein Lehrer ihnen 45 Minuten lang etwas erklärt.

Keine typische Schule

Es ist bewiesen, dass Kinder nicht nur dann Lernstoff aufnehmen, wenn sie still auf einem Stuhl sitzen und zuhören. Sie lernen auch, wenn sie sich dabei bewegen dürfen. Vor allem Kinder, die sehr unruhig sind und nicht lange still sitzen können, hilft das sehr. Die Münchener Schule ist auch sonst keine gewöhnliche Schule. So gibt es keine großen Klassenzimmer für 25 bis 30 Schüler, sondern kleine Räume, in denen in familiärer Atmosphäre gelernt wird. Die Zimmer haben teilweise Wände aus Glas, damit die Lehrer die Schüler gut im Blick haben, auch wenn sie sich gerade in einem anderen Raum aufhalten.