Auf dem Dach der Welt
EIN TRAUM FÜR VIELE BERGSTEIGER: Einmal auf den höchsten Berg der Welt, den Mount Everest, klettern. | Foto: Daniel Prudek / Adobe Stock

Der Traum vom Mount Everest

Auf dem Dach der Welt

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Mit 24 Jahren war Kami Rita zum ersten Mal auf dem Mount Everest. Wie für viele Bergsteiger ist der höchste Berg der Welt auch für ihn ein Lebensziel. Was manche nur einmal in ihrem Leben schaffen, hat Kami Rita aber schon 22-mal geschafft. So oft wie kein Mensch zuvor. Den riesigen Berg kennt er wie seine Westentasche. Er ist Bergführer für Bergtouristen in Nepal. Dreimal will der 47-Jährige den Berg noch besteigen, dann soll Schluss sein.

Gefährlicher Aufstieg

Der Achttausender, wie man den Berg, der 8 848 Meter hoch das Himalaya-Gebirge überragt, nennt, ist richtig beliebt. Jedes Jahr im Mai herrscht dort Hochbetrieb. Viele Hundert Bergsteiger stehen Schlange, um den Aufstieg zu wagen, weil die Wetterlage dann am günstigsten ist. Der Weg auf den Gipfel ist allerdings kein Spaziergang. Nicht alle Bergsteiger, die aufbrechen, erreichen ihn. Manche müssen wegen schlechten Wetters, Erschöpfung oder Kälte abbrechen. Hunderte Bergsteiger sind bei dem Versuch schon gestorben. Sie unterschätzen die Höhe und den eisigen Wind. Viele befällt die Höhenkrankheit, da auf dem Weg nach oben der Sauerstoff immer knapper wird. Ab 7 000 Metern Höhe beginnt die sogenannte „Todeszone“. Mit dem wenigen Sauerstoff, der dort noch zur Verfügung steht, ist der Aufstieg bis zum Gipfel für die meisten Menschen ein Kampf um Leben und Tod. Im Übrigen ist der Ausflug richtig teuer. Etliche Tausend Dollar muss man lockermachen, wenn er einmal vom höchsten Punkt der Erde runterschauen will.