Auf geht’s in den Süden
WIE WEIT IST ES NACH AFRIKA? Jedenfalls zu weit, um zu laufen. Deshalb fliegen die Störche ab jetzt lieber nach Süden. | Foto: © fotomaster / Adobe Stock

Nachrichten für Kinder

Auf geht’s in den Süden

Anzeige

Sie haben ihr Zuhause hoch oben auf Schornsteinen, Kirchtürmen, Strommasten und Baumkronen: die Weißstörche. Bevor der Herbst kommt, machen sich die eleganten Vögel mit dem langen roten Schnabel auf den Weg in ihr Winterquartier nach Afrika. Dort finden sie im Winter bessere Nahrung. Zwischen 5 000 und 12 000 Flugkilometer liegen vor ihnen. Doch woher wissen die Störche, dass sie wegfliegen müssen und woher kennen sie den genauen Zeitpunkt? Wer garantiert ihnen, dass sie sich nicht verfliegen? Schließlich haben sie keine Landkarte, kein Internet, keinen Navigator.

Flugdaten sind einprogrammiert

Die Störche – wie andere Zugvögel auch – haben eine innere Uhr und eine Art angeborenen Kompass. Der Zeitpunkt, die Richtung und auch die Dauer ihrer Reise in den Süden ist ihnen genetisch einprogrammiert. So fliegen sie in der Regel Ende August los, um das sommerliche Wetter noch zu nutzen. Ihr Flug kann rund sechs Wochen dauern. Acht bis zehn Flugstunden pro Tag können die Störche locker wegstecken. Die Jungvögel fliegen zuerst los. Viele machen Zwischenstopp in Spanien und Portugal. Unterwegs treffen sie auf die älteren Vögel, die ihnen den Weg ins Winterquartier zeigen. Manche bleiben auch in Spanien oder anderen südlichen Ländern und fliegen nicht mehr weiter. Dort finden sie meist Futter auf Müllkippen. Ganz selten bleiben Störche auch in ihrem Sommerquartier. Im März oder April kommen sie wieder. Störche sind sehr treue Tiere. Sie kehren meistens wieder in das selbe Nest zurück. Und warum bleibt der Storch nicht einfach in Afrika? Weil es bei uns im Sommer ein paar Stunden länger hell ist und der Storch dann mehr Zeit hat, Nahrung für seine Jungen zu finden.