Ballett der Meere
LEICHT UND ELEGANT sieht es aus, wenn Mantarochen (auch Teufelsrochen genannt) aus dem Wasser springen. | Foto: © Uryadnikov Sergey / Adobe Stock

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Ballett der Meere

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Ein bisschen sehen sie aus wie flachgedrückte Delfine. Manta­rochen sind riesige Fische, die ein ganz besonderes Schauspiel vollführen. Mit ihren teppichartigen Flossen sieht es aus, als würden sie Ballett tanzen. Sie tauchen majestätisch aus dem Wasser auf, springen hoch und tauchen wieder ab. Dabei drehen sie sich, schlagen Saltos und katapultieren sich meterhoch aus dem Wasser in die Luft. Wenn man die riesigen Fische dabei beobachtet, könnte man meinen, sie turnen aus reiner Lebensfreude herum. Biologen meinen, aus den akrobatischen Kunststücken noch etwas anderes herauszulesen: Es kann gut sein, dass die springenden Rochen auf diese Weise Garnelenschwärme aufschrecken.

Jeder Sprung ein Waschgang

So landen die leckeren Garnelen direkt in den hungrigen Mäulern der unter Wasser lauernden Artgenossen. Bei Delfinen hat man beobachtet, dass sie jedes Mal, wenn sie aus dem Wasser auftauchen, um Luft zu holen, einen Schmutzfilm auf ihrer Haut abstreifen. Vielleicht ist das bei den Mantarochen ja ähnlich und der Tanz ist ebensogut eine Methode, sich zu reinigen. Auch wenn der Tanz der Mantas leicht und graziös aussieht: Die Fische können bis zu zwei Tonnen wiegen, also 2 000 Kilo. Die Spannweite ihrer Flossen beträgt zwischen fünf und sieben Metern. Wegen ihrer vampirartigen Flossen werden sie auch Teufelsrochen genannt. Und obwohl sie so riesig sind, sind die Meeresakrobaten ganz friedliebend und ungefährlich. Im Gegensatz zu anderen Rochenarten, die einen Giftstachel besitzen.