Ballons für die Verfassung
IN FEIERLAUNE: Am Mittwoch wird vor dem Karlsruher Schloss der 200. Geburtstag der Ersten Badischen Verfassung gefeiert. | Foto: Tourismusverband

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Ballons für die Verfassung

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Wenn euch etwas gehört, dann darf niemand es einfach wegnehmen, oder? Und ob ihr jetzt evangelisch, katholisch oder etwas anderes seid, ist im Grunde ganz egal. Außer im Reli-Unterricht fragt niemand danach. Stellt euch mal vor, es wäre anders. Ein Mensch, der sich König nennt, dürfte euch und eurer Familie einfach das Haus wegnehmen. Oder euer Papa könnte seinen neuen Job nicht antreten, weil er katholisch ist und man nur Protestanten einstellen will. Vor 200 Jahren war das in Deutschland so. Der Umstand, dass es keine Spielregeln gab und die Mächtigen alles durften, machte das Leben der ganz normalen Menschen nicht sehr angenehm. Denn Regeln garantieren Schutz und – so komisch es klingt – auch Freiheiten.

Neue Regeln für alle

Großherzog Karl von Baden, der ab 1813 im Karlsruher Schloss das Sagen hatte, war einer der ersten Fürsten seiner Zeit, der kapierte, dass es besser ist, wenn das Volk ein Wörtchen mitzureden hat. Im Jahr 1818 unterzeichnete er deshalb die Erste Badische Verfassung. Darin steht, nach welchen Regeln ein Staat funktionieren soll und wer was darf. Die Verfassung, die Baden vor genau 200 Jahren bekam, war eine der fortschrittlichsten ihrer Zeit. Noch heute ist man sehr stolz darauf. Am Mittwoch wird auf dem Schlossplatz in Karlsruhe ab 12 Uhr der 200. Geburtstag der Verfassung gefeiert. Mit einer Rede und Menschen in alten Uniformen, die Salutschüsse abfeuern. Für Kinder gibt es einen Luftballon-Wettbewerb, bei dem es viel zu gewinnen gibt. Also kommt vorbei, feiert mit, und lasst einen rot-gelben badischen Luftballon in den Himmel steigen.