Brexit-Minister: Kein leichter Job
GEHEN, ABER WIE? Großbritannien soll die EU ganz kicken, sagen einige. Andere würden manche EU-Regeln gern behalten. | Foto: Shockfactor.de / Adobe Stock

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Brexit-Minister: Kein leichter Job

In Großbritannien geht es in der Politik ganz schön rund. Gerade sind zwei wichtige Politiker zurückgetreten. Zum einen der Außenminister und der Brexit-Minister. Diesen Posten gibt es nur in England, weil sich im Juni 2016 die Briten dazu entschlossen haben aus der Europäischen Union auszutreten. Dieser Vorgang wird auch „Britischer Exit“, kurz „Brexit“ genannt. Und weil das eine ziemlich komplizierte Sache ist, hat man extra einen Ministerposten dafür geschaffen. David Davis sollte alle wichtigen Schritte dafür organisieren und einleiten. Allerdings gibt es auch innerhalb der Regierung unterschiedliche Ansichten darüber, wie man aus der Union austreten sollte. David Davis wollte sehr hart vorgehen. Er wollte eine richtige Trennung. Die Chefin des Landes, Premierministerin Theresa May sieht das anders.

Harte oder weiche Trennung?

Sie möchte, dass Großbritannien nach dem Austritt noch mit der EU zusammenarbeitet. Zum Beispiel Mitglied der EU-Freihandelszone bleibt. In einer solchen Zone können Waren über die Landesgrenzen hinweg verkauft werden, ohne dass man Zölle, also Gebühren, zahlen muss. Für David Davis ist das undenkbar und deshalb trat er von seinem Amt zurück. Aber keine Sorge, es gibt schon einen Neuen im Amt. Doch Politiker und auch das britische Volk sind sich nicht einig, wie der Brexit sein soll. Viele Bürger wollen nicht aus der EU austreten. Dann könnten sie nämlich nicht mehr einfach in anderen Ländern der Union arbeiten. Und sie fürchten, dass die Dinge in ihrem Land durch die Zölle viel teurer werden würden. Andere finden, dass Großbritannien zu viel für die EU zahlen muss und wollen deshalb sofort raus.