Dänemark errichtet einen Zaun
DER WILDSCHWEINZAUN, den dänische Bauarbeiter an der Grenze zu Deutschland aufstellen, ist 70 Kilometer lang und rund 1,50 Meter hoch. | Foto: dpa

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Dänemark errichtet einen Zaun

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In Dänemark wird an der Grenze zu Deutschland gerade ein Zaun gebaut. Er soll verhindern, dass kranke Wildschweine ins Land kommen können. Experten in Dänemark haben nämlich Angst davor, dass sich ihre dänischen Schweine mit der Afrikanischen Schweinepest anstecken können. Das wäre eine Katastrophe, denn die Krankheit, die wie der Name schon sagt eigentlich aus Afrika kommt, ist für alle Schweine tödlich. Für Menschen und andere Tiere ist sie eher harmlos. Da es in Dänemark viele Bauern gibt, die Schweine züchten, ist die Angst also zu verstehen. Komisch ist nur, dass es in Deutschland noch gar kein Schwein gibt, dass die Afrikanische Schweinepest hat. Viele fragen sich daher, warum dieser Zaun wirklich gebaut wird.

Grenze soll offen bleiben

Einige Politiker glauben, dass Dänemark damit einen Vertrag umgehen möchte, den es unter anderem mit Deutschland geschlossen hat. Das sogenannte Schengen-Abkommen wurde 1985 von einigen europäischen Politikern in Schengen, einem kleinen Ort in Luxemburg, getroffen. Darin steht, dass die Länder regelmäßige Kontrollen an ihren gemeinsamen Grenzen abschaffen und die Grenzen offen gehalten werden. Die Kontrollen wurden in Dänemark teilweise bereits wieder eingeführt, nun erschwert der Schweine-Zaun die Einreise weiter. Nach Auskunft der dänischen Regierung ist das aber nicht der Zweck. Man wolle nur die dänischen Bauern vor einem riesigen finanziellen Schaden schützen. Denn wenn die Afrikanische Schweinepest an nur einem Tier festgestellt wird, müssen alle anderen im Stall auch getötet werden.