Das Kind steht im Mittelpunkt
EINE ERZIEHUNGSMETHODE MACHT SCHULE: Maria Montessori wollte, dass Kinder zu selbstständigen Menschen werden. | Foto: dpa

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Das Kind steht im Mittelpunkt

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Bestimmt kennst du auch jemanden, der auf eine Montessori-Schule geht. Aber hast du dich schon einmal gefragt, woher der Name kommt? Von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Sie wurde am 31. August 1870 geboren. Nach der Schule studierte sie zunächst Naturwissenschaften, später Medizin. Schon als Studentin wusste sie, dass sie gerne mit Kindern arbeiten würde. Als sie später in einer Kinderpsychiatrie angestellt wurde, suchte sie nach Möglichkeiten, Kindern mit einer geistigen Behinderung beim Lernen zu helfen. Diese Kinder haben sie sehr beeindruckt und sie entwickelte ihre ersten Ideen über Erziehung und Bildung und erfand Material zum Sprach- und Mathematikunterricht.

Maria Montessori

Und weil sie selbst immer weiter lernen wollte, ging sie nach einigen Jahren wieder zurück zur Universität. Um selbst zu studieren und als Professorin zu unterrichten. Mit 36 Jahren eröffnete Montessori in Rom eine eigene Kindereinrichtung. Kinder aus armen Familien besuchten die Tagesstätte und wurden von allen mit Liebe behandelt. Die Forscherin erarbeitete dort auch eine damals ganz neue Erziehungsmethode: die Montessori-Methode. Dabei steht das Kind im Mittelpunkt, das zu einem selbstständigen Menschen erzogen werden soll. Maria Montessori war es wichtig, Eigeninitiative, Neugierde und Spontaneität der Kinder zu fördern. Das war damals nicht üblich.
Die Montessori-Methode wurde 1924 an italienischen Schulen eingeführt, und auch in anderen Ländern wuchs das Interesse an Montessoris Arbeit. Heute gibt es sie überall.