Das letzte Steinzeit Volk
HAU AB! Als ein Fotograf im Flugzeug über North Sentinel kreist, zielt einer der Insulaner mit Pfeil und Bogen auf ihn. | Foto: dpa

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Das letzte Steinzeit-Volk

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Es gibt Menschen auf der Welt, die haben noch nie einen Fernseher oder einen Kühlschrank gesehen. Sie sind noch nie Fahrrad oder Auto gefahren und kennen keine Supermärkte. Die Kinder kommen ohne Computerspiele und Handys aus. „Ist ja wie in der Steinzeit!“, denkt ihr jetzt sicher. Stimmt: Auf der Insel North Sentinel, die zu Indien gehört, leben Menschen, die ihre Insel vermutlich noch nie verlassen haben. Die Ureinwohner leben ganz zurückgezogen und lassen auch niemanden auf ihre Insel. Weil sie sich so stark abkapseln, weiß man fast nichts von ihnen. Wie sie leben, welche Sprache sie sprechen, was sie denken. Aber eines weiß man: Sie leben wie in der Steinzeit als Jäger und Sammler.

Bewohner wollen unter sich sein

Immer wieder haben Menschen versucht, Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen. Doch sobald sich jemand der Insel nähert, wird er attackiert. Die Sentinelesen, wie man die Ureinwohner nennt, sind bekannt dafür, dass sie Eindringlinge mit Pfeilen beschießen. Im vergangenen Jahr starb ein 26-jähriger Amerikaner bei dem Versuch, auf die Insel zu gelangen. Die indische Regierung hat mittlerweile verboten, sich der Insel zu nähern und hat angeordnet, mindestens fünf Kilometer Abstand zu halten. Der Amerikaner war nicht der einzige Fremde, der in den letzten Jahren dort ums Leben kam. Man schätzt, dass nicht mehr als 100 Menschen auf der Insel leben. Aus der Luft kann man erkennen, dass die Insel von großen Korallenriffen umgeben ist und wunderschöne Wälder die Insel überziehen. Es scheint, als wäre das der letzte unberührte Ort der Erde. Man schätzt, dass es weltweit noch ungefähr 100 weitere Völker gibt, die keinen Kontakt zur Außenwelt wünschen.