Das Meer lässt uns atmen
DER BLAUE PLANET: Fast drei Viertel der Erdoberfläche bestehen aus Wasser. Vom All aus gesehen wirkt unsere Erde deshalb blau. | Foto: dpa

Weltttag der Ozeane

Das Meer lässt uns atmen

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Wenn der Astronaut Alexander Gerst bei seinem Aufenthalt im All auf die Erde schaut, dann sieht er vor allem die Farbe Blau. Fast drei Viertel der Erdoberfläche bestehen nämlich aus Wasser. Das ist gut so, denn für uns Menschen sind die Ozeane lebenswichtig: Nicht nur Bäume, sondern auch Meerespflanzen stellen unsere Atemluft her. Diese Pflanzen sind oft so klein, dass man sie auf der Erde nur unter dem Mikroskop erkennen kann. Weil es aber so viele von ihnen gibt, kann man sie mit speziellen Satelliten vom All aus sehen. Diese Satelliten ermöglichen es auch, den Chlorophyllgehalt an Land und auf dem Meer zu messen. Chlorophyll, auch Blattgrün genannt, wird von Pflanzen gebildet, die Sauerstoff herstellen. Wenn also so viel unserer Atemluft im Meer entsteht, ist es umso wichtiger, dass es den Meeren gut geht. Um darauf aufmerksam zu machen, gibt es den heutigen Welttag der Ozeane mit vielen Veranstaltungen rund um das Thema. Diese machen allerdings deutlich, dass es den Meeren eben nicht gut geht. Und das hat viele Gründe. Zum einen landet zu viel Plastikmüll darin. Und es gibt immer wieder schlimme Unfälle, bei denen große Mengen Öl oder Benzin auslaufen. Tiere sterben und die Natur braucht Jahre, um sich zu erholen. Auch das Fischen bereitet Probleme. Fangnetze sind oft so lang, dass sie am Boden Pflanzen ausreißen und weil das Wasser wegen der Erderwärmung zu warm wird, sterben immer mehr Pflanzen ab.