Der Urwald vor der Haustür
BEDROHT: Vom Auerhuhn gibt es nicht mehr viele. Im Nationalpark Schwarzwald werden sie geschützt. | Foto: Charly Ebel

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Der Urwald vor der Haustür

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Der Schwarzwald sieht an vielen Stellen aus wie ein Urwald. Riesige umgestürzte Bäume, gigantische Baumwurzeln, überall schimmert grünes Moos, das sich wie ein flauschiger Teppich um Stämme und Äste legt. Dazwischen wachsen wilde Farne und Efeu. Wenn ihr einer solchen Landschaft begenet, dann seid ihr ziemlich sicher im Nationalpark gelandet. Nationalparks sind Landschaftsgebiete, in denen alles so bleiben soll, wie es ist. Hier dürfen keine Bäume gefällt werden, umgestürzte Bäume müssen liegenbleiben. Es ist verboten, hier in die Natur einzugreifen. Bäume können durch Stürme fallen, sie können aber auch von Borkenkäfern kaputt gefressen werden. Normalerweise würde man diese Bäume einfach abtransportieren, damit der Borkenkäfer sich nicht weiter ausbreitet. Im Nationalpark ist das anders. Der Baum bleibt liegen, damit sich an seinen Wurzeln andere Insekten ansiedeln können. Das ist der ganz normale Kreislauf der Natur.

Ranger schützen die Gebiete

Auch andere Tiere sind im Nationalpark zu Hause. Das Auerhuhn zum Beispiel, das vom Aussterben bedroht ist. Im Nationalpark findet das Auerhuhn optimale Lebensbedingungen – vor allem die leckeren Heidelbeeren, von denen es sich hauptsächlich ernährt. Der Nationalpark ist ganz schön wild und aufregend. Allerdings muss man dort bestimmte Regeln beachten. Zum Beispiel darf man die Wege nicht verlassen, Angeln und Feuer machen sind verboten und zu manchen Zonen haben nur Fachleute Zugang. Die Fachleute, das sind Förster und Ranger. Die Ranger schützen die Gebiete, sie beobachten Tiere und Pflanzen und führen Besucher durch die Schutzgebiete.