Deutsche zeigen Flagge
SCHWARZ-ROT-GOLD sind die Farben der deutschen Nationalflagge. Sie weht zum Beispiel auf dem Reichstag in Berlin. | Foto: dpa

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Deutsche zeigen Flagge

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Schwarz, Rot, Gold. Wer diese Farben hört, denkt sofort an die deutsche Nationalflagge. Sie ist, wie alle Nationalflaggen, das Zeichen des Staates. Sie wird bei Sportveranstaltungen geschwenkt, weht bei staatlichen Feiertagen vor den öffentlichen Gebäuden. Und auch bei wichtigen Ereignissen wird sie gehisst. Weht sie ganz oben am Mast, ist es ein erfreulicher Anlass. Weht sie auf Halbmast, bedeutet das Trauer. Warum die Fahne Schwarz-Rot-Gold ist, weiß niemand genau. Es wird aber vermutet, dass der Grund im 19. Jahrhundert zu finden ist. Zu dieser Zeit bestand Deutschland aus Einzelstaaten. Das machte es dem französischen Kaiser Napoleon leicht, in einem Krieg Teile des Landes zu erobern. Die Armee konnte nichts gegen die französischen Truppen ausrichten und brauchte Unterstützung aus der Bevölkerung. Weil kein Geld für neue Uniformen da war, wurden einfach Jacken schwarz eingefärbt, mit roten Zierstreifen und goldfarbenen Knöpfen aus Messing versehen.

Hambacher Fest

Gemeinsam kämpften die Freiwilligen mit den Soldaten gegen die Franzosen. Die Farben der Uniformen wurden zum Symbol der Einheit. Nach dem Krieg schlossen sich viele Studenten zusammen und kämpften gegen die politischen Zustände. Sie wollten mehr Freiheit für die Menschen. 1832 demonstrierten sie auf dem „Hambacher Fest“ für ihre Ziele. Mit dabei: Fahnen in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Das Aussehen der Fahnen hat sich in all den Jahren geändert, die Farben blieben aber immer gleich. 1919 wurden sie die deutschen Nationalfarben.