Die etwas anderen Nobelpreise
KEINE GOLDMEDAILLE dafür ein Herz aus Papier. Die Ig-Nobelpreise werden jedes Jahr an nicht sehr ernste Forschungsprojekte vergeben. | Foto: dpa

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Die etwas anderen Nobelpreise

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Gestern wurden nach einer langen Reihe die letzten Nobelpreisträger für dieses Jahr bekanntgegeben: Es sind die beiden Amerikaner William Nordhaus und Paul Romer. Sie teilen sich rund 900 000 Euro und den Titel „Wirtschaftsnobelpreisträger 2018“. Allerdings: Ein richtiger Nobelpreis ist das gar nicht, auch wenn die gleichen Vorschriften angelegt werden wie bei denen für Chemie, Physik und so weiter. Diese Auszeichnung gibt es erst seit 1969 und viele nennen sie zwar „Wirtschaftsnobelpreis“, richtig heißt sie aber „Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel“. Das hat einen Grund: Der Stifter der Nobelpreise mochte das Thema Wirtschaft nämlich nicht.

Unwürdig aber lustig

Wörtlich soll er gesagt haben: „Ich habe keine Wirtschaftsausbildung und hasse sie von Herzen.“ Deshalb wird das Preisgeld auch nicht aus den Zinsen seines Vermögens, sondern durch die schwedische Reichsbank bezahlt. Ihre Auszeichnung erhalten die Amerikaner aber gemeinsam mit den anderen Preisträgern in Stockholm. Dieser Nobelpreis ist aber nicht der einzige, der eigentlich keiner ist. So gibt es auch den Ig-Nobelpreis, der  eher lustig ist. Er ehrt Experten, die völlig unwichtige Dinge erforscht haben. „Ig-Nobel“ ist ein Wortspiel und stammt vom englischen Wort ignoble (das heißt unwürdig) ab. In diesem Jahr geht der Preis zum Beispiel an ein Experiment, bei dem Weinkenner die Fliege im Wein riechen können, ohne dass sie sie sehen. Ein anderes belegt, dass man mit Spucke Dinge reinigen kann.