Die Falken unter den Insekten
SELTENER ANBLICK: Hier haben Hornissen ihr Nest flach an ein Fenster gebaut, normalerweise hat es eine eher rundliche Form. | Foto: dpa (Archiv)

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Die Falken unter den Insekten

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Das klingt ja wie aus einem Horrorfilm: In Weingarten/Karlsruhe ist eine Wandergruppe von Hornissen angegriffen worden. Mehrere Menschen wurden gestochen und sind daraufhin ins Krankenhaus eingeliefert worden. Schwer verletzt wurde aber niemand, und alle sind inzwischen wieder wohlauf. Wie es zu dem Angriff kommen konnte, ist Naturschützern unklar. Sie sagen nämlich, dass Hornissen eigentlich sehr friedliche Tiere sind. Wirklich gefährlich sind sie nicht für Menschen, sondern nur für andere Insekten. Sie fangen Wespen oder Fliegen im Flug, zerlegen sie innerhalb weniger Sekunden und tragen dann deren Brustkörper in ihr Nest. Hornissen werden deshalb auch „die Falken unter den Insekten“ genannt. Tag und Nacht geht das so. Insgesamt erbeuten Hornissen rund ein halbes Kilo Insekten pro Tag.

Keine Leckermäuler

Anders als Wespen und Bienen sind sie keine Leckermäuler. Süße Stückchen, auf denen sich die anderen tummeln und sattessen, interessieren sie überhaupt nicht. Sollte sich also eine Hornisse in der Nähe eines Menschen aufhalten, dann hat sie es nicht auf ihn oder dessen Essen, sondern eher auf ein Insekt in der Nähe abgesehen. Nur im Umkreis von drei bis vier Metern um ihr Nest sind Hornissen angriffsbereit. Dieses ist leicht zu erkennen, denn es ist größer als ein Medizinball. Es bleibt nach dem Winter übrigens leer. Hornissen beziehen nie ein Nest noch einmal. Doch wie schon gesagt: der Stich einer Hornisse ist nicht lebensgefährlich. Ihr Stachel hat zwar Gift, doch es ist genauso wenig tödlich wie das der Wespe.