Ein großer Schatz brannte
STEINERNE UNGEHEUER: Die Wasserspeier auf dem Dach der Kathedrale Notre-Dame in Paris sind sehr berühmt. | Foto: © zinaidasopina112 / Adobe Stock

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Ein großer Schatz brannte

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In Frankreich und auf der ganzen Welt starrten die Menschen fassungslos auf die Bilder der brennenden Kirche Notre-Dame de Paris, auf Deutsch „Unsere liebe Frau in Paris“. Stundenlang kämpfte die Feuerwehr um die Kirche und zunächst war nicht klar, was von ihr gerettet werden kann. Die gesamte Dachkonstruktion aus Holz ist zerstört, die Mauern und Steintürme stehen noch. Doch auch sie sind durch das Löschwasser beschädigt worden. Noch immer untersuchen Experten, wie hoch der Verlust tatsächlich ist. Jetzt könnte man ja sagen, dass da einfach eine Kirche brannte. Warum sind die Menschen also so betroffen? Das liegt daran, dass Notre-Dame ein Kulturerbe und damit unersetzlich ist.

Kirchendach „Der Wald“

Der Bau der Kirche begann vor über 850 Jahren. Die Bäume, die für den Dachstuhl verwendet wurden, hat man etwa im Jahr 1160 gefällt. Experten nannten das Dach deshalb auch liebevoll „Der Wald“. Rund 200 Jahre dauerte der Bau der Kathedrale. Ihr Aussehen wurde immer wieder leicht verändert und an die neuen Zeiten angepasst. So ersetzte man beispielsweise 1728 alle Buntfenster gegen weiße Glasscheiben. Notre-Dame wurde nicht wie viele andere Kirchen in der französischen Revolution abgerissen und überstand die beiden Weltkriege nahezu unversehrt. Millionen Menschen haben sie schon bewundert. Auch die Kirchenschätze, die in ihr liegen, lockten die Touristen an. Ein Paris- Besuch ohne die Notre-Dame gab es nicht. So soll es auch bleiben. Präsident Emmanuel Macron kündigte bereits an, dass die Kathedrale wiederaufgebaut werden soll. Außerdem fanden sich gleich sehr reiche Familien, die versprachen, viel Geld dafür zu spenden.