Ein Taifun namens „Jebi“
WOLKEN AUS WASSER: Der Wirbelsturm wirft gewaltige Wellen an Japans Küsten. | Foto: dpa

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Ein Taifun namens „Jebi“

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In Japan ist der Teufel los. Der Wirbelsturm „Jebi“ fegt über das Land hinweg und überschwemmt die Gebiete an der Küste durch riesige Wellen. Wunderschön sind die Gebilde, die das aufspritzende Wasser dort „zeichnet“, aber sie sind auch gefährlich. Der Sturm ist mit 216 Stundenkilometern so schnell wie ein Rennauto und hinterlässt viele Schäden. Es gibt in zahlreichen Gebieten keinen Strom und kein Telefon mehr, weil Bäume auf die Leitungen gestürzt sind. Nicht nur der starke Wind selbst richtete die schlimmen Schäden an, auch die meterhohen Wellen. Als diese aufs Land trafen, zerstörten sie in Küsten- und Strandnähe Gebäude und überschwemmten das ganze Gebiet. Flughäfen und Bahnhöfe wurden geschlossen. Die Erde wurde so aufgeweicht, dass Häuser ins Rutschen gerieten und eingestürzt sind. So kamen auch Menschen ums Leben.

Ein ruhiges Auge

Wirbelstürme entstehen über den Ozeanen und kommen im Spätsommer häufig vor, denn nun ist das Meer von den heißen Monaten aufgeheizt. Dann verdunstet sehr viel Wasser, es steigt in großen Dampfwolken mit der warmen Luft auf. Weil die Erde sich dreht, beginnen auch die Luftmassen sich wie eine Spirale zu drehen. Dabei entsteht ein riesiger Wirbel. Im inneren Teil, dem sogenannten „Auge“, ist es ganz ruhig, aber außen kreist ein gewaltiger Sturm. Dieser lässt erst nach, wenn er über Festland oder kühleres Wasser kommt. Ein Wirbelsturm, der über dem Atlantik entsteht und meist Amerikas Küsten trifft, wird Hurrikan genannt. Entsteht er über dem Pazifik, heißt er Taifun. Über dem Indischen Ozean wird er Zyklon genannt.