Essen landet oft unnötig im Müll
MÜLLTONNE STATT KOCHTOPF: Viel zu viele Lebensmittel landen im Abfall, obwohl sie gar nicht verdorben sind. | Foto: dpa

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Essen landet oft unnötig im Müll

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Täglich geht es vielen Schülern genau so: Sie werfen einen Blick auf das von Mama liebevoll geschmierte Pausenbrot und verziehen das Gesicht. Darauf, was sie dort sehen, haben sie gar keinen Appetit. Schwupps, landet das Brot im Abfalleimer. So wie Kinder und Jugendliche machen es auch Erwachsene. In Deutschland werden im Jahr viele Tonnen Nahrungsmittel, das sind rund 55 Kilo pro Person, einfach weggeworfen. Dies sind vor allem Gemüse, Obst und Backwaren. Über die Hälfte davon hätte man noch essen können. Schlimm ist auch, dass Obst und Gemüse auf den Feldern verrottet, weil es nicht schön gewachsen ist. Rechnet man das in Geld um, so bedeutet dies, dass jeder Bürger rund 235 Euro im Jahr zum Fenster rauswirft.

Keine Gesetze

Dagegen will Ernährungsministerin Julia Klöckner nun etwas tun. Ihr Ziel ist es, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. So sollen zum Beispiel in Restaurants kleinere Portionen serviert werden und intelligente Verpackungen von Lebensmitteln anzeigen, wie lange der Inhalt tatsächlich noch haltbar ist. Bislang orientieren sich viele am Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses Datum weist aber nur darauf hin, dass die Speise mindestens bis zu diesem Tag gegessen werden kann. Oftmals ist der Inhalt auch lange Zeit danach noch gut. Mit ihrer Aktion stößt Julia Klöckner auf Kritik. Da sie nämlich freiwillig ist, glauben viele nicht, dass sich die Menschen daran halten. Sie fordern Gesetze. Wie beispielsweise in Tschechien und Frankreich. Dort müssen Supermärkte „alte“ Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen spenden.