Fernseher statt Tafel
DIGITALER UNTERRICHT: Hier wird am Whiteboard eine Landkarte von Europa zusammengepuzzelt. | Foto: Archivfoto: dpa

Nachrichten für Kinder

Fernseher statt Tafel

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Die Bundesregierung hat einen Digitalpakt beschlossen. Was sich nach einer hochkomplizierten Sache anhört, ist ganz einfach: Die Schulen in Deutschland sollen schnelleres Internet und Tablets für den Unterricht bekommen und die Lehrer erhalten Fortbildungen, um sie für den digitalen Unterricht fit zu machen. Rund fünf Milliarden Euro haben die Politiker dafür bereitgestellt. Das ist eine ganz schön große Summe, kein Wunder also, dass sie auch wissen wollen, was mit dem Geld passiert. Doch das ist gar nicht so einfach. Für das Thema Schule sind nämlich die jeweiligen Bundesländer zuständig. Sie entscheiden, wofür sie Geld ausgeben und wie etwas läuft.

Grundgesetz geändert

So steht es im Grundgesetz und natürlich möchten sich die Landesregierungen nicht das Zepter aus der Hand nehmen lassen. Damit die Bundesregierung prüfen kann, für was das Geld ausgegeben wird, musste das Grundgesetz geändert werden. Über das „Wie“ wurde lange diskutiert, doch nun haben sich beide Seiten geeinigt. Der Weg für einen digitalen Unterricht ist also frei. Schon nach den Sommerferien sollen alle Schulen Internet haben. Dann werden sie in den nächsten fünf Jahren nach und nach mit Tablets ausgestattet. Eine Schule in Gehrden bei Hannover zeigt, wie das aussehen kann: Dort lösen Schüler Aufgaben am Tablet, indem sie mit einem speziellen Stift auf den Bildschirm schreiben. Wollen sie etwas präsentieren, verbinden sie ihr Tablet mit dem Whiteboard, ei-nem Fernseher, der die Tafel ersetzt.