Flinker Fischer im bunten Kleid
KLEIN UND PUMMELIG: Dem Eisvogel sieht man nicht an, dass er ein pfeilschneller Jäger ist. | Foto: © dreamnikon / Adobe Stock

Die Rede ist vom Eisvogel

Flinker Fischer im bunten Kleid

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Er liebt klare Bäche und ruhig fließende Gewässer. Vor allem sauber müssen sie sein. Die Rede ist vom Eisvogel. Manchmal sitzt er stundenlang ganz still auf einem nah über dem Wasser hängenden Ast und wartet. Auf Beute. Wenn er so dasitzt, sieht man dem kleinen, etwas rundlichen Vogel gar nicht an, was er drauf hat. Doch sobald er unter der Wasseroberfläche einen Fisch oder eine Kaulquappe erspäht, wird er zum pfeilschnellen Jäger. Dann legt er die Flügel eng an den Körper, stürzt sich kopfüber ins Wasser und durchstößt wie ein Pfeil die Wasseroberfläche.

Fliegender Edelstein

Unter Wasser legt er eine Vollbremsung hin, indem er die Flügel ausbreitet und die Beine nach vorne drückt. Das ganze Schauspiel dauert nur wenige Sekunden. Wenn der hübsche Eisvogel Glück hat, taucht er mit einem leckeren Fisch im Schnabel wieder auf und verdrückt sich zum Vernaschen an ein ruhiges Plätzchen. Manchmal hat er auch Pech, dann muss er von seinem Ast aus erneut Ausschau halten. Sein Name hat mit Eis höchstwahrscheinlich wenig zu tun. Vermutlich kommt der Name aus dem Germanischen, wo „eisan“ so viel bedeutet wie glänzen oder schillern. Der flinke Jäger schillert nämlich in vielen Farbtönen von Blaugrün bis Türkis, Rotbraun und Orange. Seine Farbenpracht hat ihm auch den Namen „fliegender Edelstein“ eingebracht. Noch etwas Spannendes: Mit dem „Rüttelflug“ kann der Eisvogel auch aus der Luft auf seine Beute lauern. Durch schnelle, kurze Flügelschläge „steht“ er damit förmlich in der Luft, um bei Bedarf im Sturzflug mit seinem dolchartigen Schnabel Richtung Wasser zu schießen und seine Beute zu schnappen.