Flugverbot für Ballons
HARMLOSER SPASS? Wer Luftballons steigen lässt, denkt oft nicht darüber nach, was aus ihnen wird, wenn sie wieder landen. | Foto: Archivfoto: Gercke / dpa

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Flugverbot für Ballons

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Kinder lieben Luftballons. Vor allem, wenn sie lustig bedruckt und mit Helium gefüllt sind und in der Luft schweben. Auch bei Geburtstagen und Hochzeiten werden sie mit guten Wünschen versehen zu Dutzenden in den Himmel geschickt. Doch was passiert mit den Ballons, wenn ihnen die Luft ausgeht? Die meisten landen unsanft in Bäumen oder auf der Erde und in Seen. Zurück bleibt ein Knäuel aus Plastik und Plastikschnüren, das eine Gefahr für Tiere bedeutet. Enten verstricken sich in den Kordeln und ersticken. Andere Vögel und Fische fressen das Plastik. Um das zu verhindern, dürfen seit 2015 in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam keine Ballons in den Himmel fliegen.

Ballonreste als Gefahr

Rund 60 Städte in den Niederlanden sind diesem Beispiel seither gefolgt. Maastricht soll die nächste sein. Kritiker sagen, dass die meisten Luftballons und Schnüre heute biologisch abbaubar seien und somit ungefährlich für die Natur. Politiker halten dagegen, dass dieser Prozess aber bis zu zwei Jahre dauere und die meisten Tier dann schon an dem Plastik gestorben seien. Auf der Insel Texel zeigen im Naturkundemuseum ausgestopfte Enten, dass das stimmt. Die Politiker fordern deshalb, dass auch andere Länder dem Beispiel Amsterdams folgen sollten. In der Europäischen Union gibt es den Plan, künftig Einweggeschirr und -besteck, Trinkhalme und andere Wegwerfartikel zu verbieten. Diskutiert wurde dabei auch darüber, dass es verboten werden soll, Luftballons aufsteigen zu lassen. Darauf wurde aber erst einmal verzichtet.