Gesetz zur Organspende
EIN HERZ VERSCHENKEN: Das kann man buchstäblich tun. Aber dazu muss man sich überlegen, ob man das auch wirklich will. | Foto: © vchalup / Adobe Stock

Nachrichten für Kinder

Gesetz zur Organspende

Anzeige

Organspende ist ein Thema, mit dem sich niemand gern beschäftigt, denn es bedeutet, dass man über seinen Tod nachdenken muss. Vor allem muss man entscheiden, ob man erlauben soll, dass dem eigenen Körper dann Organe entnommen werden dürfen. Für viele Menschen ist diese Vorstellung so schaurig, dass sie sich mit dem Thema erst gar nicht auseinandersetzen möchten. 2018 haben nur rund 950 Menschen ihre Organe gespendet. Dabei warten in Deutschland etwa 10 000 Todkranke darauf, dass ihnen das Organ eines Verstorbenen das Leben rettet. Viele Experten glauben, dass es nur so wenig Organspender gibt, weil man die Organspende zu Lebzeiten schriftlich erlauben muss.

Ausweis erst ab 16

Dafür füllt man ein Papier aus, das dies ausdrücklich erlaubt. Gibt es keinen solchen Organspendeausweis entscheiden Verwandte, ob nach dem Tod eines Angehörigen bei ihm die Entnahme von Organen möglich ist. Dies ist bei Kindern übrigens immer der Fall, denn sie dürfen erst ab 16 einen Organspendeausweis beantragen. Für einen Angehörigen zu entscheiden ist natürlich schwierig. Erst recht, wenn man vorher nie darüber gesprochen hat. Weil man aber davon ausgeht, dass viele Menschen eigentlich sehr wohl bereit wären ihre Organe zu spenden, sollen die Regeln nun geändert werden. Politiker diskutieren über ein Gesetz, wonach jeder Mensch automatisch erst einmal Organspender ist. Möchte er dies nicht sein, so muss er es schriftlich festhalten.