Hat die Ministerin geschummelt?
SOLL ABGESCHRIEBEN HABEN: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (links), hier beim Besuch einer Kita. | Foto: dpa

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Hat die Ministerin geschummelt?

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Franziska Giffey hat ein Problem. Die Ministerin, die in der Bundesregierung für den Bereich Frauen, Familie, Senioren und Jugend zuständig ist, soll bei ihrer Doktorarbeit an der Universität Berlin geschummelt haben. Eine Doktorarbeit ist eine Art Aufsatz mit vielen Hundert Seiten. Man schreibt sie nach dem Abschluss an der Universität und bekommt dann den Titel „Doktor“ verliehen. Bei einer Doktorarbeit darf man keine Hilfe bekommen. Allerdings kann man einiges aus anderen Büchern oder Aufsätzen abschreiben. So etwas muss man aber angeben. Das heißt, man schreibt auf der Seite auf der die Worte von anderen Autoren verwendet wurden, wer die sogenannte Quelle ist. Also wer die Worte eigentlich gesagt hat.

Geistiger Diebstahl

Das aber soll Franziska Giffey bei ihrer Doktorarbeit, die sie vor einige Jahren erstellt hat, nicht getan haben. Ihr wird deshalb von den Mitgliedern der Internetplattform „VroniPlag“ vorgeworfen, dass sie ein Plagiat sei. Also so etwas wie „geistiger Diebstahl“. Rund 500 Stunden haben sie für die Prüfung der Doktorarbeit gebraucht, denn es sollen viele kleine Stellen sein, die Franziska Giffey kopiert hat.
Eine Gruppe von Fachleuten an der Universität Berlin überprüft nun, ob der Vorwurf stimmt. Die Ministerin bestreitet die Vorwürfe. Sie habe sich nichts vorzuwerfen. Wenn aber doch, muss sie sogar ihren Doktortitel abgeben. Einigen anderen Politikern ist das schon so ergangen. Sie haben anschließend auch ihren Posten in der Regierung räumen müssen, denn wenn jemand abschreibt und lügt, kann er kein Vorbild sein.