WIE DIE ECHTE: In Lascaux kann man jetzt die neue Kopie der Originalhöhle besichtigen. | Foto: AFP

Kinder entdeckten Sensation

Höhle aus der Steinzeit nachgebaut

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Über 70 Jahre ist es her, dass der junge Marcel mit seinen Freunden eine gigantische Entdeckung machte: Im Wald des französischen Städtchens Lascaux (spricht sich Laskoh) stürzte der junge Mann in ein Loch, das ein entwurzelter Baum in den Boden gerissen hatte. Während der Rettungsaktion stießen er und die Freunde dort unten auf eine fantastische Höhle, deren Wände mit 2 000 Bildern von Wildpferden, Rehen, Bisons und Bären bemalt waren. Sogar ein Einhorn, Raubkatzen und ein über fünf
Meter großer Stier waren abgebildet. Es ist erstaunlich, wie gut die Menschen damals schon malen konnten.

Atemluft macht die Bilder kaputt

Die Bilder wurden mit den Handflächen, mit Moosbüscheln oder mit Tierhaaren auf die Wand gemalt. Man nimmt an, dass die Steinzeit-Künstler die Farbe zum Teil sogar in den Mund nahmen und an die Wände spuckten um besondere Effekte zu erzielen. Experten schätzen, dass die Höhle rund 20 000 Jahre alt ist. Die immer gleich bleibende Temperatur hat die Malereien erhalten. Jedes Jahr kommen viele Tausend Menschen nach Frankreich, um sich die Bilder anzuschauen. Vor allem durch die Feuchtigkeit, die mit der Atemluft der vielen Besucher in die Höhle drang, begannen die Kunstwerke aber langsam zu schimmeln. Bereits zum zweiten Mal hat man deshalb jetzt ganz in der Nähe eine Kopie der Höhle angefertigt, um die Originalhöhle zu schützen. Die dürfen selbst die Fachleute nur noch mit Atemmaske betreten.