Insektenjagd-im-Dunkeln
GESTATTEN: MAULWURF! Das Tier des Jahres 2020 ist ein faszinierendes Tier, bei Gärtnern ist er allerdings nicht sehr beliebt. | Foto: © Tramper2 / Adobe Stock

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Insektenjagd im Dunkeln

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Sie sind sechs bis 20 Zentimeter groß und leben im Untergrund. Dort schaufeln sie mit ihren großen Pfoten und langen Krallen tiefe Gänge in die Erde. Unermüdlich beackern sie den Boden und sorgen so dafür, dass er locker und gut durchlüftet ist. Eigentlich sollten sich Hobbygärtner also freuen, wenn sie einen Maulwurf im Garten haben. Die meisten tun das aber nicht, denn die Erdhaufen, die sie bei ihrer Arbeit auf dem Rasen hinterlassen, sehen nicht so schön aus. Der Maulwurf genießt nicht das Ansehen, das er eigentlich haben sollte. Um das zu ändern, ernannte ihn die Deutsche Wildtier-Stiftung zum „Tier des Jahres 2020“. Der Grund: Der Maulwurf sei ein toller Schädlingsbekämpfer und Mäusevertreiber.

Maulwürfe sind faszinierend

Außerdem sei es faszinierend, wie sich die kleinen Kerle an ihren Lebensraum anpassen. Den dunklen, engen Untergrund können sie mit Hilfe ihrer Sinneshaare an der Schnauze perfekt erkunden und auch die leichtesten Erschütterungen spüren. Das erleichtert ihnen ihre Beute, dazu gehören Regenwürmer, Insekten und Schnecken, zu erlegen. Hinzu kommt, dass sie an ihrer langen unbehaarten Nase einen Sensor haben, der elektrische Reize aufnimmt, die bei Muskelbewegungen von Tieren entstehen. Man nennt diesen Sensor nach seinem Entdecker Theodor Eimer – Eimersches Organ. Um sich in der Dunkelheit zurechtzufinden, nutzt der Maulwurf seinen Schwanz. Da sein Fell in alle Richtungen wächst, kann er sich in den engen Gängen ohne Probleme vor- und zurückbewegen. Sorgen um die kleinen Kerle muss man sich keine machen, sie sind nicht vom Aussterben bedroht.