Kegelrobbe ist zurück
Schwergewichtiger Rückkehrer: Seit einigen Jahren werden wieder Kegelrobben in der Ostsee gesichtet. | Foto: dpa

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Kegelrobbe ist zurück

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Es war eine richtige Sensation, als kürzlich eine junge Kegelrobbe am Strand der Ostsee-Insel Rügen gesichtet wurde. Es handelte sich um eines der ersten Exemplare seit einem Jahrhundert. Denn die Kegelrobbe, das größte deutsche Raubtier, wurde vor rund 100 Jahren ausgerottet. Man konnte beobachten, wie die Kegelrobbe sich eine Zeitlang am Strand aalte und abends wieder zurück ins Wasser robbte. Seitdem scheint sich die Robbenart, die einen kegelförmigen Kopf und kegelförmige Zähne hat, wieder an der Ostseeküste anzusiedeln. Seit einigen Jahren werden immer wieder Kegelrobben in der deutschen Ostsee gesichtet. Man schätzt, dass sich hier rund 300 Tiere zurzeit aufhalten. Die männlichen Kegelrobben können bis zu zweieinhalb Meter lang werden und sind mit ihren rund 300 Kilogramm echte Schwergewichte. Ihr dicker Speckmantel schützt sie vor den eisigen Nordwinden und wärmt sie im kalten Meereswasser.

Auf Abstand bleiben

Küstenfischer sind nicht so erfreut über die Rückkehr der Kegelrobben. Sie machen ihnen die Fangnetze kaputt. Tierschützer sind wegen der Raubtiere aber ganz aus dem Häuschen. Kegelrobben können im Wasser schlafen und sind nicht scheu. Trotzdem sollen vor allem Robbenbabys in Ruhe gelassen werden. Denn ihr Fell ist noch nicht ausreichend isoliert und im kalten Wasser könnten sie nicht überleben.
Kegelrobben können aber auch gefährlich werden. Wer gebissen wird, kann sich schwerwiegende Entzündungen oder andere Krankheiten zuziehen.