Mogelpackungen sind ein böser Trick
WENIGER FÜR MEHR: Erst nach dem Öffnen der kritisierten Chips-Packung merkt man, dass der Inhalt geschrumpft ist. | Foto: © Fabrique Imagique / Adobe Stock

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Mogelpackungen sind ein böser Trick

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Viele Produkte werden immer teurer. Das merkt man meist, wenn man für etwas mehr bezahlen muss. Manchmal merkt man aber auch nicht, dass die Preise steigen. Zum Beispiel, weil in den Packungen einfach weniger drin ist. Wenn etwas innen nicht hält, was es von außen betrachtet verspricht, dann nennt man das eine Mogelpackung. Solche Mogelpackungen gibt es viele und die Verbraucherzentrale Hamburg sucht bereits seit fünf Jahren jedes Jahr die schlimmste. Sie sammelt dafür die Beschwerden, stellt fünf Produkte zur Auswahl und lässt dann die Verbraucher im Internet abstimmen. In diesem Jahr hat mit deutlichem Abstand das Produkt „Chipsletten“ den Titel „Mogelpackung des Jahres“ erhalten.

Weniger Chips für viel mehr Geld

Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen blieb der Preis gleich, aber der Inhalt schrumpfte von 170 Gramm auf 100 Gramm. Das bedeutet einen Preisanstieg von rund 70 Prozent. Von außen ist die geringere Füllmenge nicht zu erkennen. Schlimm finden die Menschen auch, dass man für sein Geld zwar weniger Chips, dafür aber viel mehr Müll erhält. Der Paprikasnack ist jetzt nämlich in Karton, Plastik und Frischhaltefolie verpackt. Es ist nicht das erste Mal, dass der Hersteller Lorenz auf diese Weise einen Preis erhöht. Auch bei Salzbrezeln und anderen Snack-Artikeln hat er einfach weniger Inhalt verpackt. Auf die weiteren Plätze setzten die Verbraucher übrigens die kleinen Käsebällchen Babybel und die Schokolinsen Smarties. In beiden Fällen bekommt man mittlerweile viel weniger für sein Geld.