Polarwirbel sorgen für eisige Kälte
VEREISTE WIMPERN hat diese Frau in Rock Island, einer Stadt im amerikanischen Bundesstaat Illinois. Dort ist es gerade sehr, sehr kalt. | Foto: dpa

Nachrichten für Kinder

Polarwirbel sorgen für eisige Kälte

Anzeige

Du glaubst, bei uns ist es kalt? Dann hast du die Bilder aus Amerika noch nicht gesehen. Dort herrschen teilweise minus 34 Grad Celsius. Das ist richtig, richtig kalt! Der Wetterdienst warnt sogar vor der „arktischen Kälte“ und dem Wind, der mit ihr einhergeht. Viele Menschen sollen auch schon gestorben sein. Der Auslöser für die extreme Kälte sind Polarwirbel. In der nördlichen Erdhalbkugel gibt es gleich zwei davon. Diese beiden übereinanderliegenden Winde sind die stärksten, die es in der Natur gibt. Sie kreisen in hoher Geschwindigkeit eng um den Nordpol und halten so die kalte Luft in einem bestimmten Radius fest. Wird der untere von ihnen schwächer, man nennt ihn auch Jetstream, hat dies eiskalte Folgen. Der Druck auf den sich im Kreis drehenden Wind lässt nach. Dies gilt nicht nur für den unteren, sondern auch für den oberen Polarwirbel und so können die Winde sich weiter vom Nordpol entfernen. Sie weichen nach Süden ab und erreichen Amerika. Der kalte Wind sorgt dafür, dass sich die ohnehin kalten Temperaturen noch eisiger anfühlen.

Wärmestuben für Obdachlose

Wer seine Haut nicht schützt, muss mit Erfrierungen rechnen. Vor allem für Menschen, die keine Wohnung haben, ist die Kälte gefährlich. Für sie wurden deshalb Wärmestuben eingerichtet und alle Polizeidienststellen nehmen frierende Menschen auf. Wer nun wie Präsident Donald Trump meint, die Eiseskälte zeige doch, dass es die Erderwärmung und den Klimawandel gar nicht gibt, der irrt. Experten glauben sogar, dass er der Grund für den schwächelnden Jetstream ist und es öfter zu solchen Kältewellen kommen wird.