Schule - Was ist das?
GLÜCK GEHABT: Diese afghanischen Mädchen besuchen eine Aushilfsschule. Hier wird in Zelten unterrichtet. | Foto: EPA/Jalil Rezayee/dpa

In Afghanistan

Schule – was ist das?

In Afghanistan, das liegt in Asien, gehen Millionen von Kindern nicht zur Schule. Schuld daran ist vor allem der Krieg mit den Taliban und der Terrorgruppe „IS“. Beides sind radikale politische Vereinigungen, die für viele Terroranschläge auf der Welt verantwortlich sind. In den gefährlichen Gebieten lassen Eltern ihre Kinder aus Angst vor dem Schulweg lieber zu Hause. Vor allem Mädchen trauen sich nicht in die Schule. Außerdem gibt es zu wenige Lehrerinnen. Viele Eltern wollen nicht, dass ihre Töchter von Männern unterrichtet werden.
Toll, keine Schule! – denkt ihr vielleicht. Gerade jetzt, wo viele von euch lieber ins Schwimmbad gehen würden als im Klassenzimmer zu hocken. Für die Kinder in Afghanistan ist das allerdings ein großer Verlust. Sie können nicht lesen und schreiben lernen und erfahren nicht, was in der Welt passiert. Wenn sie größer sind, ist das natürlich ein echtes Problem. Was sollen sie arbeiten? Viele Schulen in Afghanistan sind außerdem schlecht ausgestattet, es fehlt an Büchern und Schreibtischen. Mehr als 1 000 Schulen sind ganz geschlossen.

Wer in die Schule darf, hat Glück

Da in Afghanistan sehr viel Armut herrscht, müssen Kinder bei der Arbeit mithelfen, um das Geld für die Familie zu verdienen. Viele Kinder haben deshalb gar keine Zeit für die Schule. Wegen der kriegerischen Konflikte sind viele Familien aus Afghanistan geflohen. Und auf der Flucht ist an Mathe lernen natürlich schon gar nicht zu denken.
Es wird geschätzt, dass fast die Hälfte aller Kinder in Afghanistan keinen Unterricht besuchen können. Wer in die Schule darf, hat also echt Glück.