Sonne, Mond und Sterne
DIE HIMMELSSCHEIBE VON NEBRA ist fast 4 000 Jahre alt und beweist, dass die Menschen sich damals schon mit dem Himmel befasst haben. | Foto: dpa

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Sonne, Mond und Sterne

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Vor 20 Jahren hat es in Nebra, eine Stadt in Sachsen-Anhalt, einen sensationellen Fund gegeben. Auf einem Berg stieß man auf eine runde Metallscheibe, die ungefähr 4 000 Jahre alt ist: die sogenannte „Himmelsscheibe von Nebra“. Die Scheibe ist aus Bronze und in etwa so groß wie eine altmodische Schallplatte. Darauf sind Sterne, Sonne und Mond abgebildet – alle aus purem Gold. Der Fund gilt als Riesensensation, denn die Scheibe erzählt viel von den Menschen aus der Vorgeschichte. Sie zeigt, wie die Menschen damals vermutlich den Himmel sahen. Anscheinend haben sie sich vor vielen Tausend Jahren schon mit Astronomie beschäftigt.

Diebe wurden bestraft

Möglich ist auch, dass die Scheibe für ihre Religion von Bedeutung war. Sie ist die älteste Darstellung des Himmels dieser Art, die man bisher gefunden hat. Aufgespürt und ausgegraben wurde die Scheibe von zwei Raubgräbern, die das Bronzestück zunächst für den Teil eines Schildes hielten und für viel Geld verkauften. Das ist eigentlich nicht erlaubt. Solche Funde müssen gemeldet werden, denn sie gehören dem Land. Die Männer und auch die Händler, die ihnen die Scheibe abkauften, wurden deshalb verhaftet und mit Gefängnis bestraft. An der Fundstelle in Nebra erinnert heute eine dicke Glasscheibe, die in den Boden eingelassen ist, an den wertvollen Fund. Darunter schaut man in ein großes Loch in der Erde. Nachdem die Scheibe zur Ansicht durch viele Städte gereist war, hat sie heute in Halle an der Saale (im Landesmuseum für Vorgeschichte) ihre neue Heimat gefunden.