„Spiel mit mir!“
SO NICHT: Die Aufmerksamkeit der Eltern sollte ihrem Kind gelten und nicht dem Smartphone. | Foto: dpa

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„Spiel mit mir!“

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Emil Rustige ist 7 Jahre alt und lebt in Hamburg. Der Knirps ist völlig entnervt von seinen Eltern, denn diese hängen nur an ihrem Handy. Findet er zumindest. Egal ob die Familie gerade isst oder ein Spiel spielt, immer ruft jemand an. Und seine Eltern gehen dran. „Sie könnten auch später zurückrufen aber das machen sie nicht“, sagt der Grundschüler enttäuscht. Und dann geschah folgendes: Als er mit seinem Vater in der U-Bahn saß und von einer Demonstration nach Hause fuhr, fiel ihm auf, dass die meisten Erwachsenen nur mit ihrem Smartphone beschäftigt waren. Er sprach seinen Vater darauf an, doch dieser reagierte gar nicht.

Kinder-Demonstration

Auch er blickte aufs Handy. Das brachte den Jungen zu einer Frage: Kann man als Kind eigentlich auch gegen etwas demonstrieren? Zum Beispiel gegen die übertriebene Smartphone-Nutzung von Erwachsenen? Ja, das kann man. Seine Eltern meldeten mit ihm die Kinder-Demo bei der Polizei an und so duften der Grundschüler und andere Kinder ihrem Ärger richtig Luft machen. Mit selbstgebastelten Plakaten demonstrierten sie dagegen, dass Erwachsene ihr Handy zum Beispiel auf Spielplätzen nutzen. „Spielt mit mir. Nicht mit den Smartphones“, war auf den Bannern zu lesen. Rund 150 Menschen nahmen an der Demo teil. Auch die Eltern fanden sie übrigens richtig gut. Und die meisten sahen sogar ein, dass sie zu oft im Beisein ihrer Kinder am Handy hängen. Sie versprachen, sich zu ändern. Emils Eltern gehörten witzigerweise nicht dazu. Weil sie ihren Sohn ernst nehmen, wollten sie ihn aber unterstützen.