Strohhalm zum Essen
SCHÖN BUNT SIND SIE, aber leider schlecht für die Umwelt. Deshalb werden Strohhalme aus Plastik von der EU jetzt verboten. | Foto: Waithaya / Adobe Stock

Röhrchen werden verboten

Strohhalm zum Essen

Anzeige

Solche Nachrichten sollten uns wachrütteln: Vor wenigen Wochen wurden in einem toten Pottwal 30 Kilo Plastikmüll gefunden. Jetzt ist in Thailand ein Pilotwal aus dem gleichen Grund gestorben. Als die Ärzte den Wal nach seinem Tod öffneten, kamen über 80 Plastiktüten zum Vorschein. Der Müll hatte den Wal so krank gemacht, dass er nicht mehr jagen konnte. Irgendwann hatte er keine Chance mehr. Diese und andere Fälle zeigen: Plastikmüll muss weniger werden. Und das sieht jetzt auch die Europäische Union so. Sie will daher unter anderem Plastikstrohhalme verbieten. Doch den Milchshake ohne so ein Röhrchen zu trinken ist auch doof. Zum Glück gibt es daher „Eatapple“, was so viel heißt wie „Iss Apfel“. Er ist der wahrscheinlich erste essbare Strohhalm der Welt und besteht aus Apfeltrester. Das sind die Reste, die bei der Herstellung von Apfelsaft zurückbleiben. Erfunden wurde der Strohhalm in Karlsruhe. Bis Anfang des Jahres stellten die drei jungen Unternehmer von „Wisefood“ den Halm am Institut für Technologie, kurz KIT, her. Sie verwendeten dafür eine umgebaute Nudelmaschine. Die Nachfrage stieg schnell. An neuen Sitz der Firma werden mittlerweile täglich bis zu 20 000 Strohhalme hergestellt. Diese schmecken natürlich nach Apfel, man kann sie nach Benutzung einfach aufessen. Toll, oder?