Sünder wurden mit Asche bestreut
KICHLICHER BRAUCH: An Aschermittwoch zeichnet der Pfarrer den Menschen in der Kirche ein Kreuz aus Asche auf die Stirn. | Foto: © zatletic / Adobe Stock

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Sünder wurden mit Asche bestreut

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Heute ist Aschermittwoch. Der Name stammt von einer kirchlichen Tradition. Früher wurden die Gläubigen, die eine Sünde begangen hatten, mit viel Asche bestreut und aus der Kirche vertrieben. Heute zeichnen die Priester den Menschen beim Gottesdienst nur noch ein Aschekreuz auf die Stirn. Dafür verwenden sie die Überreste verbrannter Palmzweige des Vorjahres. Palmzweige stehen nämlich im Christentum für die Wiedergeburt. Die Asche soll die Menschen aber daran erinnern, dass alles auf der Welt vergeht. Und sie ist ein Zeichen für Reinigung. Denn früher benutzten die Menschen Asche auch als Putzmittel. Das Kreuz auf der Stirn ist also auch ein Zeichen für die Reinigung der Seele. Und es zeigt, dass die Menschen, die es tragen, bereit sind, ihre Sünden zu bereuen.

Fastenzeit beginnt

Der Aschermittwoch ist aber noch aus einem anderen Grund sehr wichtig: Die Gläubigen beginnen nämlich ab heute mit dem Fasten. Fasten heißt, auf Dinge zu verzichten. Früher waren die Regeln hierzu sehr streng. Die Menschen durften nur drei Bissen Brot essen und drei Schluck Wasser trinken. Später waren dann auch Milchprodukte erlaubt. Heute bezieht sich das Fasten nicht mehr nur auf Essen und Trinken. Man kann auch fasten, in dem man zum Beispiel seltener den Fernseher anschaltet, das Handy öfter auslässt oder weniger im Internet surft. All das kann den Menschen nämlich helfen, ruhiger zu werden und genau das ist der Sinn der Fastenzeit. Sie dauert 40 Tage. An Ostern ist die Fastenzeit dann vorbei. Die Sonntage sind übrigens vom Fasten ausgeschlossen. Warum? Sonntag ist für die Christen ein Freudentag, an dem immer die Auferstehung gefeiert wird.