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ÜBER DEN GOLDENEN WINDBEUTEL freut sich der Hersteller dieser Tomatensauce für Kinder bestimmt nicht. | Foto: ots

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Ungeliebter Preis fürs Lügen

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Eigentlich freut sich jeder, wenn er einen Preis gewinnt. Den „Goldenen Windbeutel“ aber will niemand haben. Dieser Preis ist nämlich eine Auszeichnung für ein Produkt, das Dinge verspricht, die gar nicht stimmen. Wie bei einem Windbeutel. Das große leckere Gebäck ist innen voller Luft und somit gar nicht so sättigend, wie man vielleicht meint. Der Windbeutel hält also nicht, was er bei seinem Anblick verspricht. So ist es auch mit vielen anderen Lebensmitteln. Im ersten Moment merkt der Käufer jedoch gar nicht, dass etwas nicht stimmt. Um auf solche „Werbelügen“ aufmerksam zu machen, vergibt die Organisation foodwatch jedes Jahr den „Goldenen Windbeutel“ an Firmen, die besonders dreist sind.

Tomatensoße mit viel Zucker

In diesem Jahr geht die Auszeichnung an die Firma Zwergenwiese. Diese verkauft eine Bio-Tomatensauce für Kinder. Das Problem ist aber, dass sie doppelt so viel Zucker enthält wie die Sauce des Herstellers für Erwachsene. Ganze fünfeinhalb Zuckerwürfel nehmen Kinder pro Portion zu sich. Dabei handelt es sich zwar nicht um den üblichen Haushaltszucker, sondern um Zucker aus Äpfeln. Aber warum enthält die Tomatensauce überhaupt Zucker? Das fragte sich auch die Organisation foodwatch und zeichnete die Sauce kurzerhand mit ihrem ungeliebten Preis aus. Zwergenwiese kann die Kritik übrigens gar nicht verstehen. Die Firma meint, dass je jünger ein Kind sei, umso süßer sollte die Nahrung sein. Und es sei ja auch kein normaler Zucker. Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO sagt man aber, dass auch Apfeldicksaft schädlich ist.